10. Kapitel.
Mythen der Tlinkit.
Die Geburt Jolchs. — Jolchs Erziehung und Jugend. — Die Nachstellungenund Anschläge des Onkels ans sein Leben.
Die große Flut. — Darstellung dieser Sage bei Weniaminow und Lütke. —Jölch entwendet das süße Wasser von Kannk; Ursprung der Secen und Flüsse. —Jölch befreit die Hinnnelslichter, Sonne, Mond und Sterne; Ursprung derTiere auf dem Lande, in der Luft und im Wasser. — Jölch holt dasFeuer. — Jölch bringt die Möwe mit dem Kranich in Streit und erlangt denFisch ssa-A. — Jölch und die Fischer. — Jölch fängt den Lachs und betrügtseine Vettern, die Dohlen. — Jölch und das Baumharz. — Jölch geht mit demBären auf den Lachsfang, reißt dem Kormoran die Zunge heraus, tötet denBären und seine Weiber durch arglistige Ratschläge.
Wie Weniaminow die Persönlichkeiten Jölchs und Kanals deutet. — Jölch alsGottheit. — Parallelen mit biblischen Erzählungen. — Die Ursache der Völker-verschiedenheit nach dein Glauben der Tlinkit. — Der Mythus vom Donnerund seiner Schwester. — Der Berg Edgecnmbc. — Die Sage über den Ur-sprung von Sonne und Mond nach Weniaminow. — Sagen über Verwand-lungen von Menschen in Tiere. — Sagen vom Knschta- (Landotter-) Volk. —Sage von Jehuchklanö und den Walfischen. — Sage über den Ursprung derSitka-Jndiaucr nach Lisiansky. — Erzählung von dem eifersüchtigen Gunana-
Weib. — Sagen über den Aufenthalt und das Leben der Geister.
Die Mythologie der Tlinkit dreht sich um die Erlebnisseund Thaten Jölchs, des Raben, über den eine große Anzahl vonSagen im Munde des Volkes verbreitet sind. Dieselben sind,wie Weniaminow angiebt, für den Tlinkit die einzigen Dogmenund die Richtschnur seines Lebens; sein Grundsatz ist: „So