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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
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11. Kapitel.

Kreise hockend das Feuer umgaben, schlugen mit kleinen Stäbenans untergelegte Bretter und Rudcrstangen den Takt zu dem ein-förmigen Gesänge und gaben auch ans eingestreute kurze Fragendes Schamanen ebenso einsilbige Antworten. Die Frauen ver-hielten sich während der ganzen Zeit als schweigende Zuschauer,ebenso der Vater des Knaben, der übrigens dem Schamanen fürseine Dienste Waren im Werte von etwa 50 Mark im vorausbezahlt hatte. Dieser führte den Knaben noch einige Mal inverschiedener Richtung um das Feuer herum und erklärte dannnach ungefähr einstündiger Arbeit die Macht der bösen Geisterfür gebrochen und den Knaben für gesund ').

0 Doch nicht ausschließlich nehmen die Tlinkit in Krankheitsfällen. zumSchamanen ihre Zuflucht; sie haben auch ihre besonderen Heilmittel, von denenhier einige nach der von Blaschke gegebenen Zusammenstellung erwähnt seinmögen.

Gegen katarrhalische und rheumatische Fieber bereiten sic ein Lager vonheißen Steinen auf vermodertem Fichten- oder Cedernholz, das jeden vierten Tagerneuert wird.

Bei katarrhalischen Brustentziindungen wird ein Aufguß von ^.sxtsniuin,bei Lungenentzündungen ein Aufguß von Ooxtis uinorossxnln und Ooruivu-Inris, killönräsonii gebraucht.

Gegen Husten dient ein warmer Aufguß von Osmorrliz^s, Ursviobz'lir.

Gegen Brustfellentzündung gebraucht man eine Varietät von L.rtsinisinvulgaris, entweder innerlich als Aufguß, oder äußerlich bei den Dampfbädern.Dieselbe Anwendung macht man von Uzu-ns snindnoikolins.

Gegen Hämopthsis dient ein Aufguß von den Wurzeln von Lpirrwa,^.runonv.

Bei Kopfschmerzen hält man das eine Ende von dem hohlen Stamme desRiesentanges fl^srsoo^stis ImtRsnnn) gegen das Ohr, während das andere aufheiße Steine gelegt wird, sodaß die sich entwickelnden Dämpfe in das Ohr ge-langen.

Gegen Durchfall wird der frische Saft von kinns cunnäsusis, gemischtmit dem Talg der Wildziege verwandt.

Gegen Kolik dient ein Extrakt ans den Wurzeln einer Oxytropis-Art.

Gegen Syphilis werden Aufgüsse ans den Sprossen und Rinden vonkinus inops, I/säuiu x^lustrs, Rlrugn sxoklss, innerlich gebraucht, und äußer-lich werden die Geschwüre mit dem Harz von kinus Usrtsnsinnn und 8ib-oliönois, gemischt mit dem Kraut von Oln^bonin nlsinoläsa und der Rindevon Rnxoüiurn ssrnxsrvirsns behandelt. Zur Heilung von offenen Geschwürenwendet man AÄrolmndin mit Haifischfett an, gegen Gonorrhoe« die Dämpfe vonUrin, gegen Orchitis Hsnelrsrn ciivnricnbs,.

Bei Hautkrankheiten wäscht man sich mit einem Aufguß von LnUnin,