Schamnnismus,
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Hexenvcrfolgungt'n sind bis in die neueste Zeit hinein vonden Tlinkit in Seene gesetzt worden, trotzdem die amerikanischenBehörden sowohl wie auch die Missionäre ihnen möglichst zusteuern suchen. In den uns bekannt gewordenen Fällen sind immernur weibliche Personen der Hexerei beschuldigt worden. Im Jahre1878 wurden in Wrangell zwei Mädchen als Hexen verdächtigtund grausamen Martern unterworfen. Man schleppte sie bei denHaaren an den Strand, tauchte sie unter Wasser und hielt sie solange unter demselben, bis sie beinahe erstickten; dann legte mansie nackend aus heiße Asche und dergl. mehr. Durch die Be-mühungen der Missivnärin konnte nur ein Mädchen vom Todeerrettet werden, während das andere in der darauf folgendenNacht erhängt wurde Z.
Im Sommer 1882 wurden zwei Tschilkat-Frauen aus Klok-wan der Hexerei angeklagt. Um sie zum Bekenntnis ihrer Schuldzu bewegen, von der sie übrigens selber überzeugt zu sein schienen,hatte man sie gefesselt und zwar der Art, daß man den hintenherabhüngenden Zopf mit den Händen, welche ans dem Rückenzusammengebundcn worden waren, verknüpfte, wodurch der Kopfnach hinten gezogen wurde. Dann wurden sie mit Fichtenzweigenund den stachligen Ruten der I^atsia, Iwrricka, gegeißelt st. Esgelang den Unglücklichen noch, zu den: Missionär zu entfliehen,der sie einige Zeit lang verborgen hielt, bis sie mit dem Dampfernach Süden gehen konnten.
Selbst in Sitka, unter den Augen der amerikanischen Be-hörden, versuchten im Winter von 1881 bis 1882 die beiden
ginnen; Frauenmilch mit 61näonin dsiliciiüorn ist ein Heilmittel gegen Angen-lrankheiten; Geschwüre werden mit Unrciosmin xniinntn, der Wurzel vonLosoinnnirin ginvrn und der Asche von ?nnnx üorricknin behandelt.
Gegen Zahnschmerzen gebraucht inan erwärmten Samen von ?i»rwNsrtönsinnn und Litoirsnsis. (Blaschke 71 bis 74.)
Bei äußeren Verletzungen, Schußwunden und dgl. werden, wie wir selbstsahen, feste Verbände angelegt, und Arme und Beine durch Bretter geschient.
st Wright 132 bis 133.
st Die Bestrafung der Hexen wird auch öfters bei den Sknlptnrarbeitendargestcllt. So brachte uns ein Tschilkat-Indianer eine kleine, aus Alabastergeschnitzte Figur in hockender Stellung, der die Arme auf dem Rücken zn-sammcngebundcn und durch einen Strick mit dem Haar im Nacken verbundenwaren.