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11. Kapitel,
Gesang durch Ausrufe, kurze Fragen und Antworten unterbrochen;dann rückten wieder alle Teilnehmer mit wilden Geberden, indemsie die geballten Fäuste vorstreckten und mit den Füßen auf denBoden stampften, gegen das Feuer vor und wieder zurück. — Allediese Bewegungen wurden außerordentlich taktmäßig und mitgroßer Präzision ausgeführt. Nur kurze Erholungspausen gönnteman sich zwischen den einzelnen Gesängen, deren im ganzen viermit großem Ernste und unter andachtsvoller Aufmerksamkeit derVersammlung gesungen wurden. Beim dritten Gesänge windenzwei hölzerne Truhen, die Hinterlassenschaft des verstorbenenSchamanen, durch die Rauchvffnung in den Raum hernntergelassenund die in ihnen enthaltenen Masken, Klappern, Trommeln u. s. w.einzeln ausgepackt. Jede Alaska wurde eine Zeit lang von einemIndianer gegen das Feuer gehalten, während der Gesang un-unterbrochen fortdanerte.
Der vierte Gesang hatte ein lebhafteres Tempo. Währenddes wildesten Lärms durchbrach plötzlich ein junger Indianer,der sich vorher unter den Zuschauern verborgen gehalten hatte,in höchster Aufregung die Reihen der Tänzer, stürzte beinahedurch das Feuer hindurch auf die Hvlzpanke zu und siel nacheinigen krampfhaften Zuckungen scheinbar bewußtlos neben der-selben nieder, nachdem ihm noch von einem der Nächststehendcnder Schamanenkranz über den Nacken geworfen worden war. —Es war dies der neue Schamane. — Einige Zeit lang blieb erhier anscheinend bewußtlos liegen, während der Gesang ruhigfortgesetzt und die Störung scheinbar nicht beachtet wurde. Alser sich wieder erholt hatte, zog er sich unbeachtet in die Reihender Zuschauer zurück, und bald darauf hatte auch die Feier ihr Ende.
Die Schamanen-Gerätschaften, welche in den Truhen ent-halten gewesen waren, wurden nun wieder auf demselben Wege,ans welchem sie in den Raum gekommen waren, nämlich durchdie Rauchöffnung, ans demselben entfernt und zum Schluß weißeDunenfedern, die vorher gleichfalls durch die Ranchöffnung her-untergelassen worden waren, in die Luft geblasen. Darauf ver-ließen die Zuschauer den Raum, während der Rabenstamm,Männer, Frauen und Kinder, zu gemeinsamem viertägigen Fastenversammelt blieb. — Am Abend des dritten Tages führte auchder neue Schamane, nur mit einer bunten Tanzdecke bekleidet und