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10. Kapitel.
des Gefäßes herab, aus welchem die Häuptlingstochter trank. Alsdieselbe nach vorgenommener sorgfältiger Untersuchung zu trinkenbegann, schlüpfte ihr JZlch in die Kehle; sie aber merkte sofort,daß sie etwas verschluckt hatte, und versuchte es herauszubringen,aber dies gelang ihr nicht. — Die Folge davon war, daß sieschwanger wurde; als die Zeit ihrer Niederkunft herannahte, ließder Vater Biber- und andere Felle ansbreiten, aber die Tochterkonnte nicht gebären. Endlich führte eine alte Frau das Mädchenin den Wald, und nachdem sie ihm daselbst ein Mooslager be-reitet hatte, mußte es sich ans demselben niederlegen. Sogleichgebar die Häuptlingstochter einen Sohn, von dem aber niemandwußte, daß es JZlch war. Der Großvater aber freute sich überdie Geburt seines Enkels und liebte ihn fast noch mehr als seineTochter. — Als Jälch verständig zu werden anfing, weinte ereines Tages so sehr, daß nichts ihn beruhigen konnte. Alles,was man ihm gab, warf er fort, und indem er noch stärker alszuvor schrie, zeigte er mit der Hand nach dem Ort, an welchemdie drei Kasten mit den Lichtern waren; diese aber durften ohneausdrückliche Erlaubnis des Großvaters ihm nicht gegeben werden.Endlich willigte derselbe ein, einen der Kasten ihm zu geben.Sofort beruhigte sich Jölch, als er den Kasten erhielt, und fröh-lich begann er mit demselben zu spielen, ohne ihn aus denHänden zu lassen. Er ging mit dem Kasten zur Thüre heraus,und da er sich unbemerkt sah, öffnete er den Deckel, und sogleicherschienen die Sterne am Himmel, der Kasten aber war leer. —Der Großvater war zwar traurig über den Verlust seines Schatzes,zürnte jedoch dem Enkel nicht. — Durch dieselbe List erlangteJZlch auch den anderen Kasten, in welchem der Mond verborgenwar. Endlich versuchte er auch den letzten zu erhalten, den kost-barsten von allen, welcher die Sonne enthielt. — Aber hierbeiwollte der Großvater dem Wunsche seines Enkels nicht nachgeben;Jelch indessen hörte nicht ans zu schreien und zu weinen, ver-schmähte Speise und Trank und wurde schließlich krank, bis derGroßvater ihm endlich auch den letzten Kasten gab, doch mit demstrengen Befehl, darauf acht zu geben, daß er ihn nicht öffne.Jelch aber verwandelte sich, nachdem er zur Thür herausgegangenwar, in den Raben oder nach anderen in einen erwachsenenMann und verließ den Ort mit dem Kasten, um sich auf seine