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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
Entstehung
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2. Kapitel.

bis 1500 Meter erreichen, sind bis spät in den Sommer hineinmit Schnee bedeckt nnd zn beiden Seiten von Gletschern ein-gerahmt.

Je nach der Beschaffenheit des Bettes und der begrenzendenFelsufer zeigen die Gletscher die größte Verschiedenheit; der einestürzt in mehreren Eiskaskaden zur Tiefe hinab, während ein an-derer in langgewundenem Strome dahinfließt; bald zeigen sieeine reine, bläulich schimmernde Oberfläche, bald sind sie an denRändern und in der Mitte mit regelmäßigen Gufferlinien ver-sehen, bald wieder ist ihre Oberfläche so dicht mit kleinen Ge-steinsbrocken bedeckt, daß sie ganz schwarz aussehen und in derFerne eher das Aussehen einer Schlammlawine, als das einesEisstromes bieten; bei dem einen zeigt sich an seinem unteren Endeein einzelnes, mächtiges Gletscherthor, aus welchem ein ansehn-licher Fluß hervorströmt, bei einem anderen breitet sich die Eis-masse bei ihrer Mündung in das Hauptthal fächerförmig ansund giebt an ihrer Peripherie mehreren starken Bächen Ur-sprung.

Gewitter sind im südöstlichen Alaska eine seltene Erschei-nung; während eines Aufenthaltes von 10 Monaten haben wirkein einziges beobachtet. Nach Langsdorfs und Erman ereignensie sich vorzugsweise im Winter ^). Um so häufiger bietet sichdas schöne Schauspiel des Nordlichts dar, welches wir größten-teils in der Form des sogenannten Strahlen- oder Draperieen-Nordlichts, seltener als einfachen oder doppelten Lichtbogen sahen.

Infolge der reichlichen Niederschläge ist die Vegetation desKüstengebietes zu einer überraschenden Ueppigkeit entwickelt, diemitunter an tropische Verhältnisse erinnert. Bis zur Höhe vonca. 800 Meter breitet sich ein fast ununterbrochener Nadelholz-wald aus, der nur hin nnd wieder an feuchten Stellen einemErlen-, Pappel- oder Weidenbruch Platz macht, oder an schroffeilBergabhängen einem lichten Birkenhaine. Er wird fast aus-schließlich von zwei Coniferenarten gebildet, der Sitka-Fichte(Uiosn 8Uoir6N8is Onrr.) und einer Hcmlöck-Tanne (Nsntz-nNsrtsnsinna, UonZ.). Erstere ist ein stattlicher Baum, welcherin seinem Habitus an die Rottanne erinnert; mächtige Stämme,

0 Langsdorfs II, 88; Erman, Zeitschr. f. Ethn. II, 148.