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4 (1903) 1085 bis 1096
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1093.

Zwei Boten waren durch Heinrich IV. mit einem besonderenAufträge zu den Sachsen abgeschickt worden, und Bischof Ruopertvon Bamberg scheint sie in Nürnberg getroffen zu haben, wobei er I

einen Bericht derselben an den Kaiser mit eigenen Worten, unter '

fester Zusicherung seiner steten treuen Hingebung, einleitete. Indiesen Ausführungen deutete er an, daß er nicht verheimlichendürfe, es suchten sowohl Freunde, als Feinde neue Dinge in gegen- ,

seitiger Verbindung zu bewerkstelligen. Die Gesandten selbst hatten >

augenscheinlich ganz voran an den Sohn des 1083 verstorbenenOtto von Nordheim, Heinrich den Fetten, einen Auftrag aus- i

zurichten. Dieser erhob Anspruch auf das durch den Kaiser 1091 ^

an die Kirche von Eichstädt gegebene Gut Greding im bairischen I

Nordgau, dessen Zurückerstattung ihm schon versprochen worden 1

warO°), und er hatte zugesagt, daß, wenn das geschehe, gar kein I

Widerstand von ihm zu befürchten sein werde; doch behauptete nunBischof Udalrich von Eichstädt, da ihm die kaiserliche Weisung nur !mündlich zugekommen war, noch keine zuverlässige Botschaft er-halten zu haben, so daß er also auch nicht dem Befehle nach-gekommen war, und die beiden Gesandten glaubten deßwegen denKaiser auffordern zu sollen, daß er nochmals eine mit seinemSiegel beglaubigte schriftliche Anzeige an den Bischof, sowie angewisse mit Namen erwähnte Vassallen desselben abgehen lasse undmit Entziehung feiner Gnade drohe, wenn nicht die Rückgabe vonGreding geschehe. Denn sonst sei zu befürchten, daß durch die z

Schuld des Bischofs Graf Heinrich sich vom Dienste Heinrich's I V.gänzlich abtrenne, wie zwei Male ausdrücklich im Berichte derBoten an Heinrich IV. gesagt wird. Dagegen wird da bestimmtin Aussicht gestellt, daß nach der Rückgabe Greding's, laut Hein-rich's Versprechen, kein Einbruchs), keine Gewaltsamkeit in Sachsen

II, 319, n.) oder zu 1097 (so durch Horu, Beiträge zur Kritik der VitaHeiuriei IV. iiuxsrutoris, Rostocker Dissert., 1887, 87 ii. 176), anzusetzen ist,und in dem Satze des Gesandtschaftsberichtes: Inesptio snim eausugus 'unergo, von nmieis inimiein nnivsrsogus äispliost ro^no schlägt er statt enimzu lesen vor: H. (d. h. Lonrncki), was den besten Sinn verleiht.

2°) lieber den eowss Ilssinrienn) cko 8axonin schreiben die Boten:tzuantnm sx nuntio kl transinisso xsrpsnckiinns, niebil vodis (86. Hein-rich IV.) in 6» obsrit, 8i tnutummocko prnsckium suniu dreckingin, nt sivromi88nm 68t, r666i>6rit. 8i nutsrn in bne oxpketntions truntrstnr, pro-iseto omnino n vobi8 ubÄlisnaditur. Iluiuo s-utem (pv8t ist mit l. e.,171, n. n), einzusetzen) prasckii r68titutionsin nulliu8 invasionem .. . oportetvo8, 8ieut ip86 promittit, lormicknre. Es ist also das ob. S. 116 n. 16,sowie S. 335 schon erwähnte an Bischof lldalrich von Eichstädt 1091 ge-gebene Gut Greding, von dem Giesebrecht, l. e., 1188, annimmt, es sei aus derErbschaft des Otto von Schwcinfurt durch die Hand der Wittwe desselben,Jmmula, an ihren zweiten Gemahl, Ekbert, den Vater des 1090 verstorbenenEkbert, gelangt, worauf jetzt eben Heinrich der Fette, der durch seine GemahlinGertrud Ekbert's Schwager war, Ansprüche erhob.

^) In der Wendung: iu vaeui8 illi8 pg.rtibu8 8nxonins — nach in-vnnionkm (vergl. in n. 36) — kann man einen Hinweis auf die ob. S- 384erwähnte zu 1092 bezeugte Hungersnoth in Sachsen erblicken.