Sieg d. Gr. Hoier üb. d. sächsisch. Ausständischen. Heinr. Osterfeier zu Worms. 2?Z
Es sollte sich denn auch bald Herausstellen, daß zunächst der Wider-stand in Sachsen dadurch beseitigt war.
Der Kaiser feierte das Osterfest — 6. April — in Worms.Schon am 20. März waren da, als er der zum Kloster Lorsch ge-hörenden im Odenwald liegenden Zelle Michelstadt die Besitzungenbestätigte, Erzbischof Bruno von Trier, die Bischöfe Burchard vonMünster, Erlung von Würzburg, Cuno von Straßburg, Rudolfvon Basel, Herzog Friedrich, Markgraf Hermann, Graf Gottfried,Abt Benno von Lorsch neben Heinrich V. genannt, und am Oster-tage war der Hof noch zahlreicher besucht; denn da waren nebenden schon genannten Bischöfen noch Bruno von Speier, Udalrichvon Constanz, Ebbo von Novara, Adalbero von Metz, sowie dieAebte Udalrich von Reichenau, Erlolf von Murbach und die Pfalz-grafen Gottfried und Manegold ausgeführt "). Zufolge des Todes
üstri filrlorüeos. mocl. steht: 8igelriäos Palatinos eomes iutsrieetus oooubuit,et Wigksrtos a gooclam Ilogsri captivatus rsZis oustoclie ssrvsnäus mauei-patur (Holder-Egger, Uonum. blrpbssiurtensia 8aec. XII. XIII. XIV., 161).Höchst eingehend ist die Erzählung der Xnnal. kegavisns. über diese Dinge(vergl. zuletzt ob. S. 219 in u. 179, woraus auch hcrvorgeht, daß für Wiprechtein direeter Grund der Feindseligkeit gegen den Grafen Hoier vorlag), doch irrigzu a. 1ll4: Vifiopertus cleouo (vergl. nachher die Stelle zu 1113) regis aclvsntumprasoavens, amioioiam eum 8igsiriclo Palatino ooinits äe Orlamuiuls et enmI>ooclovieo eoiuits cls DborinZia pepigit. tzui ob boiusmoüi xlaeituin apuclXVarrsnstsäe corutixere oolloguiuni. Quorum eoutra rsMm eonventioneIloxsrvs compsrta, oum trsoeutis inspsratus aüvenit. Illi euin impares armisae militum numsro acl rssistenclom esssnt, Imclevigos tugisns evasit, 8iZs-Iriclus Palatinos oeolclitur, Wivpsrtos multis vulnsrlbus sauoiatus et oaptivusabcluoitur, et ln Inmnoli eustocliae manoipatur (voran geht zu a. 1113: Rexmanilssto sam oäio Viopertom seoiorom iassotatus, llloclssrlav — so. HerzogWladislav von Böhmen — auxilium silii lerents Kroisoa clsliboravit invaclers.^Viopsrtus googus junior Xusnburo urbe so spsrans inbenslioiari, rogi contrapatrsw luit auxilio; Wiopertus autein senior eleotissimos guosgos militesoum apparatu liellioo et militaribus instrumsntis in mnnitionem urbis aWregavit — vergebliche Belagerung durch Wladislav, mit einem Berlust von über500 Mann, und Rückzug Heinrich's V. nach einer Woche — blosnburo urbegoenclam sibi lamiliarem inbsneLoiavit, siogus Viopsrtus ad so ckolioisns,acl patrem rsüiit — ein Vorgang, den Flathe in dem ob. S. 258 in n. 73genannten Aussatz, 113, cinzureihen sucht; doch ist das Ereigniß wohl nur vonunbedeutenderem Gewichte gewesen und vielleicht in der ob. S. 251 n. 57genannten Weise einzusügen) <88. XVI, 251). Siegfrieds Todestag — VII.Icl. lVlart. — ist durch das Xscrol. s. Naximini (Hontheim, firoclromus distor.Vrevereus., II, 972: 8igitr>clus eomss Palatinos) bezeugt; jedenfalls fiel ernicht ans den Tag des Gefechtes selbst (vergl. Giesebrecht, III, 1216, in den„Anmerkungen", sowie Schmitz, Die Geschichte der lothringischen Pfalzgrafenbis auf Konrad von Staufen, 44 u. 45).
°) 8t. 3094 ist für Michelstadt ausgestellt (vergl. 6dron. Oaurssbamenss,daß Michelstadt, das 815 durch Ludwig den Frommen an Einhard gegebenworden war, 1056 nach 253 Jahren der Verödung als eella hergestellt wurde,88. XXI, 857ff., 413 — von Abt Benno ist, I. o., 434 die Rede: vergl. ob. S. 48in n. 19). 8t. 3095 gehört in die Reihe der ob. S. 41 in o. 16 erwähntenFälschungen des Mönches Bcnzo für St. Maximin und muß schon deßwegenverworfen werden, weil der Inhalt zu dem echten Stücke 8t. 3212, Heinrich's V.von 1125, nicht stimmt, während — vergl. Breßlan's Erörterung in der l. e.citirten Abhandlung, 56 u. 57 — die Jntervenientcnliste (der zwischen den
Mey er v on Knon c>», Jahrb. d. dtsch. R. unter Heinrich IV. u. V. Bd.VI. 18