Nach Mainz, der von ihrem gefangen liegenden geistlichenFürsten verlassenen ersten deutschen Bischofsstadt, deren sich alsoHeinrich V. absichtlich zur Veranstaltung einer außerordentlich großenund umfassenden fürstlichen Versammlung bedienen wollte, war aufden Tag der Erscheinung, 6. Januar, in bindender Art, so daßkaum jemand und wenigstens von den Großen des Reiches, wieausdrücklich bezeugt ist, keiner fehlen sollte, ein Reichstag einberusen,und am folgenden Tage, 7., fand die Vermählung des Kaisersmit Mathilde statt, die im Alter von noch nicht zwölf Jahren stand.Nach dem Willen des Kaisers gestaltete sich die Feier zu einer groß-artigen Vereinigung von Vertretern der hohen Geistlichkeit und derweltlichen Machthaber des Reiches. Kein Greis — so wurde ver-sichert — vermochte sich zu erinnern, zu seiner Zeit jenials ver-nommen oder gar gesehen zu haben, daß eine solche Zahl Vornehmer,von Erzbischöfen, Bischöfen, Aebten, Pröpsten, von angesehenenGeistlichen und von Herzogen und Grafen beisammen gewesen sei.Die höchststehenden Persönlichkeiten, die fünf Erzbischöfe, dreißigBischöfe, fünf Herzoge vermochte man noch zu zählen; aber auchder scharfsinnigste Rechner war nicht im Stande, die Menge derAebte und Pröpste und der Grafen sestzustellen. Die Pracht, denAufwand konnten die zeitgenössischen Zeugen nicht hoch genug an-schlagen. Vollends die Geschenke, die an Heinrich V. von ver-schiedenen Königen, von unzähligen Fürsten zu seiner Vermählunggeschickt wurden, oder die Gaben, die er selbst an die zahllose Mengeder zusammenströmenden fahrenden Leute, der Gaukler und Schau-spieler, und an die vielerlei Zeugen zahlreicher Völker austheilte,zu beschreiben, war, wie man meinte, keinem Zeitbuchschreiber möglich,so wenig einer der Kämmerer des Kaisers, was er empfing, undwas er ausgab, zu zählen im Stande war*). Besonders in der
Das Hochzeitsfcst erwähnt insbesondere Ekkehard, 6bron. univ., kürzerin Rsc. I) L, mit den Worten: Ilinc (voran geht die ob. S. 282, in r>. 21,stehende Stelle) iuäioto couvontu NoZontiae, nuptias post epipbaniam Dominiangustissims instituit; nbi stiam vix akigusin aut oerto nultum äs inagnatibusabssss voluit; guormn consilio vsl oonsensu rsZis ^.nglias kiliam, Äabtbil-äem nomins, äuüum clssponsatam, Isgitims sibi oonjunZsns, rsZni eonsortsmoonstituit, dagegen sehr einläßlich in Deo. 0, wo an die schon ob. S. 118 in