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Nach den schon zu Goslar getroffenen Maßregeln war es fürHeinrich V. die erste Aufgabe, sogleich nach Vollendung der noth-wendigen Anordnungen gegen die verbündeten sächsischen Fürstenkriegerisch vorzugehen. Theils mit den Truppen, die er schon vomRheine her nach Sachsen geschickt hatte, theils mit den hier imLande selbst um ihn sich sammelnden Anhängern bildete er ein be-trächtliches Kriegslager. Dann brach er gegen seine Gegner auf.Braunschweig, das, wichtige Besitzthum der Schwiegermutter HerzogLothar's, der Markgräfin Gertrud, wurde besetzt; abermals hatteHalberstadt durch Verwüstung für die Haltung Bischof Reinhard'szu büßen. In Thüringen richteten Anhänger des Kaisers ihreWaffen gegen Orlamünde, an der Saale; durch Belagerung sollteder Platz, der zur Erbschaft aus dem Gute des Weimar'schenHauses zählte und, wie es scheint, nach dessen Aussterben dem WillenHeinrich's V. entgegen besetzt worden war, in dessen Gewalt ge-bracht werden H.
Während so ein ernsthafter Zusammenstoß zwischen dem Kaiserund seinen sächsischen Feinden in sicherer Aussicht stand, kam esvon außen her zu einer abermaligen Beunruhigung der Grenzen dessächsischen Landes. Wieder, wie im zweitvorhergehenden Jahre,nutzten die wendischen Nachbarn den inneren Kamps im Reiche, dersie nothwendigerweise anlocken mußte, zu einem Angriff auf Sachsenaus. Aber in glänzender Weise wurde dieser Einbruch zurück-gewiesen. Graf Otto von Ballenstedt war, wie es scheint, schonim Begriff gewesen, sich zu Herzog Lothar und den anderen Ver-schworenen zu begeben und gegen Heinrich V. zu kämpfen, als ihndas Gerücht vom Einbruch der Landesfeinde erreichte. So entschloßer sich, sogleich gegen diesen Feind zu ziehen und ihm weitere Ver-
*) Bergt, ob. S.310 n.311, mit n.39. Ekkehard, 6dron. uuiv., hält sich mehrallgemein: Imperator . . . toi» ex dis guos aäcluxsrat guam guos Midi sitiivoluntarios invsnsrat eastra non mocliea institnit (88. VI, 248). Einläßlicherberichten die Zonales katderbruimsus: Imperator Lrunesviod oceupat, Halver-stack clsvastat; Orlagsmulläsu odsiclions ab amieis eins vallatur (se. Scheffer-Boichorst, 129) (bemerkenswerth ist die Einfügung der Rseensio II. der CölnerAnnalen zur Erwähnung von Braunschweig: aä injuriam Imtdarii clueis8axouum).
Meyer von Kn on au. Jahrb.d. dtsch. R. unter Heinrich IV. u. V. Bd. VI. 21