Druckschrift 
6 (1907) 1106 bis 1116
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

G^cuvs I.

Zu Keinrich's V. Uomzug im Jahre 1111

Durch Pertz waren 1837 in den Uonurasuta Osrmanias bistorica, RsZes,II, 1, 65—71, unter der Ueberschrift: 6orcms.tio Romaua die Zeugnisse überdie Ereignisse des Jahres 1111 in einer Weise veröffentlicht worden, die denAnforderungen nicht entsprach und den 1869 durch Jaffe ausgesprochenen hartenTadels wohl verdiente. In der Abhandlung: „Die Quellen für Heinrich's V.Romzug" — Historische Aufsätze, dem Andenken an Georg Waitz gewidmet,144-155 — sonderte 1886 Dietrich Schäfer diese Materialien und beleuchteteandercntheils, zwar nicht ohne Lücken, die wichtigeren Quellcnzeugnisse über denRomzug. Dann ist 1893 durch Weiland, in der neuen Ausgabe der QsZso—8vctio IV-, Oonstitutionss ct acta publica impsratorum et reZum, I, 134—152,das ganze Actenmaterial als Nr. 83—101, unter der Aufschrift: Nraetatus cumkaoelnüi II. et eorouatio Roms.ua, 1111 Februar 4.—April 13., wohl geordnetund aus einander gelöst übersichtlich veröffentlicht worden.

In dieser mustergültigen Drucklegung Weiland's sind am Schluffe (147—152)die drei zusammenhängenden Berichterstattungen gebracht: Nr. 99 die RslatiorsZistri Raoebalis II. über die gesammten Borgänge vom 9. Februar bis zum13. Aprils, Nr. 100 die Due^eiiea Rsinrici V. (8t. 8051) über die Ereignissevom 4. bis 12. Februar b), Nr. 101 die Rslatio caesarea altera, über die Schluß-begebenheiten vom 11. bis 13. Aprils. Bor diesen drei längeren Stücken stehen

1) Libliotv. rsr. 6oring.il., V, L6g n. I. äußert sich JaffS: lisgiuiu Iiuue rslgtionenioum xontiüsia sarunäsm rsrum sxx>o3itions a1Ü8gus 30i'ixti8 Rsrt2iu3 .... tam

ooritsr au^srsntur. ^

2) Diese Rslatio ist auch in den sogenannten ^.nualss Romani (88. V, 472—476,sowie Duchesne, Rs lidrs xontitioalis, II, 338—348) abgedruckt. Petrus, 6llron. monast.6asinsn3i3, Rid. IV, oe. 35—40 (88. VII, 778—782), benutzte die Rslatio, doch mit Ver-änderungen und Erweiterungen des Textes. Weiland wendet, n. 3 zu 135 in seiner Aus-gabe, gegen Schäfer, der — in seiner Abhandlung 145, 150-152 — annahm, Petrus undBaronius — ^nnal. seologiastioi, XII, 71—80 — hätten eine abweichende Redaction derRslatio benutzt, ein, daß vielmehr Baronius theils die Rslatio selbst benutzt, theils VielesPetrus entnommen habe. Die in der Rslatio stehenden Nr. 94 u. 95, aber ebenso Nr. 92,find durch die Rlorsntii ^Vi§ornisn8i8 kistoria, a. 1133 (88. V, 565 u. 566) ausgenommen.

3) Mit Weiland, 1. o., 150, ist anzunehmen, daß der Schluß dieser Rno^olioa fehlt.Dieses Rundschreiben steht auch als Rxistola Nsiniioi IV. imxsratoris acl Rarmsv868— Rarmsn8is s6vls8ias oapitarisi, olsrii8 st xoxulus — im (Üocksx Ilckalrioi als Nr. 149(JafsS, Vidliotli. rsr. Osrman., V, 269—274). F^mer ist die Rnovolioain die Os8ta ^Ibsronisarsstisxi8ooxi des Trierer Scholasticus Balderich, o. 2 (88. VIII, 244—245), und. mit ge-ringen Aenderungen, in die H.imals3 8arioti Vi8iboäi, a. 1110 (88. XVII, 20—22) aus-genommen. Sigebert von Gembloux, Olironioa, a. 1111, hatte, bei Nr. 89, dann in deneingeschalteten Stücken Nr. 92 u. 94 in Verkürzung, die Rno^olioa gleichfalls vor sich (88.VI, 372—374). Deren Abweichungen von der Rslatio des Papstes, überhaupt dre ganzeeigenthümliche Beschaffenheit dieses königlichen Berichtes find ob. S. 184 behandelt.

4) Im Ooäsx Iläalrioi, Nr. 150 (1. o., 274—277) steht auch diese Rslatio oassarsaaltsra. Aus derselben sind Nr. 91—93, sowie Nr. 96, gleichfalls bei Rlorsntius (1. e., 566),ebenso Nr. 96, dann Nr. 97 in der zweiten Formulirung auch Lei Sigebert (1. o., 374).

Meyer v on Knon au, Jahrb. d. dtsch. N. unter Heinrich IV. u. V. Bd.VI. 24