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1113.
Friedensstörer, die Stiefbrüder Graf Friedrich und Graf Hermann,gefangen genommen hatte, Graf Hoier von Mansfeld, auch genügendBewaffnete zur Verfügung, um im freien Felde einen entscheidendenSchlag ausüben zu können. Die Hauptfeinde Heinrich's V. ausder Reihe der weltlichen Fürsten in Sachsen und Thüringen, Pfalz-graf Siegfried, die Grafen Ludwig und Wiprecht, waren zu einergemeinsamen Verhandlung nach Warnstädt, einem Orte westlich un-weit Quedlinburg, gekommen, was Hoier in Erfahrung gebrachthatte. So machte er mit dreihundert Mann einen wohl berechnetenUeberfall, so daß er die Versammelten, die den Angreifern in keinerWeife gewachsen waren, ganz unversehens überraschte und ihneneine volle Niederlage beibrachte. Graf Ludwig vermochte sich durchdie Flucht zu entziehen. Dagegen empfing Graf Wiprecht eineschwere Verwundung und fiel in Gefangenschaft; für den Anfangwurde er in Leisnig, der von Heinrich V. an Hoier übergebenenBurg, in Haft gebracht. Pfalzgraf Siegfried endlich wurde zumTode verwundet und erlag dieser Verletzung sehr kurz nach demTage des Ueberfalles, am 9. März. Er war, wie ihm nachgerühmtwurde, ein Mann höchsten Adels gewesen, der zu seiner Zeit in allerTüchtigkeit keinem Anderen nachstand, so daß gerade seine Nieder-werfung dem Grafen Hoier am kaiserlichen Hofe zur höchsten An-erkennung gedieh. Es ist ausdrücklich bezeugt, daß Heinrich V. diegrößte Freude über die Nachricht von Hoier's Sieg empfand ^).
°) Eine größere Zahl von Zeugnissen liegt hiefür vor. Ekkehard berichtet— gegen das Ende mehr zusammenfassend — über Heinrich V. in Lee. Ott:Osincls (so. nach Zerstörung Hornburg's) reliotis per presickia üäslidus suis,eontsmptorss suos insicküs et eongrsssibus akilixit, inter guas sspsckiotus8igitrickus palatinus oomss, vir nodilissimus et suo in tempore nuili in omnixroditats sscunäus, oeeuduit (vcrgl. dazu a. 1115: ttoger, gui ckuäum intermulta guas bslüeose egerat, 8igit'ricki palatini eomitis nses ss tamosissimumin -min regis etksoit — i. e., 248), IVigbsrtus oapitur, ttuckevious sä (lecütionsweowpsllitur; siogus rsbus interim guiss, liest moäioa, eonesclitur, währendUso. 6, im Anschluß an die Worte in n. 1, nachdrücklicher sagt: ckonso adeins (so. Heinrich's V.) üäslidus 8igilricko psrsmpto, ttotdario st ttuoäoltorsooneiliatis, ttricksrioo, Vigdsrto seniore susts oaptis et oustockias clsputatis,lortuna, immo Odristi gratia rsbus ünem cksclit (1. o.). Auch die Xnnalssttatdsrdrunnsnses sprechen ganz im Sinne des Kaisers: Dum base aguntur (so.das in n. 3 Erwähnte), IVicdsrtus ad amieis impsratoris oapitur; Agit'rickuspalatinus vomss ooeiäitur. (juas res Imperator! non moäioam lastitiam oon-tulit (I. o., 127). Scheffer-Boichorst stellt, I. o., 20 u. 21, die unter einanderübereinstimmenden Nachrichten des ^.nnalista 8sxo, der ^.nnal. Llagckedurgßus.(88. XVI, 182) — diese beiden schöpften aus den Xnnal. ttossnvslclsns. —,der Recensio II, der Kölner Annalen (Odronioa regia Oolonisnsis, reo. Waitz,52), a. 1112, die auf St. Albaner Annalen zurückgehen, zusammen: sie besagen,daß in der rverra inter impsratorem st prinoipss 8axonias Graf Wiprechtund Pfalzgraf Siegfried — psrckita rsgis gratia — tugisntes ad so (so. Hein-rich V.) ad Ilogsro 6e Nanusskslä cksxredsnsi und IViodertus oapitur st rsgiokksrtur, 8igslriclus vero vulnsratur, sx guo vulners non wulto post moritur.Ganz kurz erwähnen ^.nnal. Oordeiens.: 8ikrickus palatinus oooisus. IVig-dsrtus eomss csxtus (I. o.) und die sogenannten ^.nnal. Ottsndur.: 8igstriilu8palatinus oomes oooisus est (88. V, 9) den Vorgang, ebenso Xnnal. Xgusnsss:Ligelrickus oomss palatinus interüoitur (88. XVI, 685). In den Odron. s.