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waren Boten aus Parma erschienen, die ihn dorthin riefen, undaugenscheinlich betrachtete es der Papst als einen großen Sieg,daß gerade Parma, die Geburtsstadt Wibert's, aus der Cadalusals Gegenpapst hervorgegangen war, jetzt so unterwürfig sich zeigte.In der Umgebung der Gräfin Mathilde, die den Papst dorthinbegleitete, wurde geurtheilt, die den Jrrthümern früher ergebene,von albernem Geschwätz befleckte schlechteste Tochter — eben Parma —wolle in den Schoß der würdigen Mutter zurückkehren. Paschalis II.vermochte jetzt auf den bischöflichen Stuhl der Stadt, nach derenWunsch, den Cardinallegaten Abt von Vallombrosa Bernhard alsBischof einzusetzen. Mathilde, die diesen Bischof gleichfalls be-günstigte, wohnte noch der am 4. November vollzogenen Weiheeiner von ihr beschenkten Marien-Kirche bei und verabschiedete sichdann von Paschalis II.").
Nochmals wandte dann der Papst einigen deutschen Kirchenseine Aufmerksamkeit zu. An Erzbischof Bruno von Trier wurdeam 10. November der Auftrag gegeben, den eben erst mit demBanne belegten Bischof Otbert sammt Geistlichkeit und Volk vonLüttich, wann er von dort das Bekenntniß der Verschuldung erhaltenhaben werde, von dem Fluche zu lösen"). Am 22. des Monateslag abermals die Sache des Bischofs Hermann von Augsburg vor ;denn dieser war, wie der Papst an die Augsburger Domgeistlichkeitschrieb, schon vor dem in Guastalla ihm gesetzten Tage ungerufenbei ihm erschienen, so daß jetzt die Verhandlung auf den 1. No-vember des folgenden Jahres verschoben wurde").
45) 4. 6095—6097 (von 23., 25., 27. October) sind noch aus Guastalla,4. 6098 — vom 2. November — aus Parma, wo Paschalis II. zugleich mitder Gräfin Mathilde weilte, die Marien-Kirche einweihte — priäis XonasXovsmbris — und den Cardinallcgatcn Bernhard, Abt von Vallombrosa, alsBischof für den dortigen Sprengel consecrirte (vergl. Donizo, I. e., v. 1098—1120 in e. 17, zuerst über die Einladung der Parmenser nach Guastalla hinzum Besuch von Parma: kontilissin karina pstit illuin gnsm 8poIiarat olimLsrnaräuin, inonaeiniin valäs vsnsranäum .... Oastatnr paxa, guoä üliap688ima karma äsäita nonnntlw srroridus, in8ita nugis, all Zrsiniuin äiZnasinatri8 rogat ip8a rsäirs, dann über den päpstlichen Besuch selbst, mit Er-wähnung Mathilde's: Hoc vsnit templum — 80 . die St. Marien-Kirche —Natbitäis all aspieisnäum; clounm tals äsäit, piaeuit guoä inaxims plsbi.. .Linevs va1säiesn8 äorninas 8öpi88ims äietas — 8e. Paschalis II. — I. c., 401,ferner Xnnal. karnisns. minor. und I-anäulü äs rmnoto Paulo List, blsäiola-nsn8., v. 8, über die in gratia eomiti88as Natbiläis geschehene Einsetzung BischofBernhard's — 88. XVIII, 662, XX, 24).
4°) 4. 6099 entscheidet über die ini88a aä nos Isgatio Bischof Otbert's:supxlieitsr soimortium no8tras eonnnunionis sxpseiit und fügt gegen Erz-bischof Heinrich von Magdeburg ganz abweisend bei: tzuoä enim Iratsr nostsrNagstburgsn8i8 Spi8copu8 8upsr buiusmoäi rssonoiliationibu8 pa88im taosrsäieitur, tamguam 8ias Romanas asecl68ias xrasespto lactum, ratum babsrsnon P 088 NMU 8 ; angehüngt ist noch eine Absagungsformel gegenüber der Häresie,die der durch Xnnal. 8. Omiboäi, a. 1099, eingefügten (88. XVII, 17) fast genauentspricht — Otbert soll sie beschwören: 8eriptuin prolsWionis, guoä in 8ut>-äiti8 babetur.
4^) 4. 6103, an die ^Ußu8ten8i8 seels8ias eanonisi st oaetsri xaroebianigerichtet — mit Festsetzung von xax st tranguillitaL für Bischof und Kirche