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6 (1907) 1106 bis 1116
Entstehung
Seite
33
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' Paschalis' II. Verzicht auf einen Aufenthalt in Deutschland. ZZ

neuerdings geändert; mochten auch seine Legaten an der Seite desKönigs ihn erwarten, er überstieg die Alpen nicht in der Richtungnach Deutschland hin. Eine Entschuldigung, die wohl ausgestreutwurde, nannte die rauhe Beschaffenheit des Weges und der Jahres-zeit. Allein den wahren Grund hatte Ekkehard, der von Guastallaher über gute Kunde verfügen konnte, vernommen. Es war dasgeringe Vertrauen, das der Papst in den jungen König setzte, unddie Angst vor den Deutschen, daß sie ihren Unmuth über dieneuesten Entscheidungen der Kirchenversammlung zum Ausdruckebringen möchten. Der Papst mußte einmal selbst, vor längererZeit, in Bonn, einen lärmenden Aufruhr erlebt haben, an den dieErinnerung noch in seinem Gedächtnisse, als ein Kennzeichen derKeckheit der Deutschen, haftete. So gab er den Rathschlägenseiner Umgebung nach; denn es wurde ihm hinterbracht, das Verbotder Investitur werde vom deutschen Volke übel ausgenommen, undebenso war Furcht vor dem muthigen Sinn Heinrich's V. vor-handen, er möge sich vielleicht dem Joche des Herrn noch nicht inallen Dingen fügen. So erklärte der Papst, aus diesen und anderenUrsachen, allerdings mit Seufzen, ihm stehe auf deutschem Bodendie Thüre nicht offen").

Von Guastalla ging Paschalis II. zunächst nach Parma, woer am 2. November handelnd erscheint. Schon nach Guastalla

(so. für die Behandlung der Sache des Bischofs); ^Ngu8ta sui libsrationsmckolens prasstolatnr, clum in sps apostoliei aäventus clstranckatur. Die Lnnalsskatsterbrunnsnsss, a. 1107: Lclvsntus axostoliei AstZoatiam in natals Domininuntiatur (I. e.) nennen Mainz, weil augenscheinlich — vergl. in n. 40 die Aus-sage Ekkehard's — Mainz zuerst als Stätte der gemeinsamen Weihnachtsfeierfür Papst und König in Aussicht genommen war. Darauf ist wohl auch zubeziehen, was 1107 Ruothard in dem Schreiben an Papst Paschalis II. vongetroffenen Vorbereitungen sagt (in dem zu 1107 in n. 30 genannten Briefe),wo vom propositus . . . aclventus die Rede ist (vergl. ob. S. 26 in n. 40).

") Das Nichterscheinen Paschalis' II. betont am eingehendsten Ekkehard,a. 1107: lils vero snornm consilüs gnssi xrotsrviam Dsutonicorum äselinans,wsxims proptsr ssckitiosum guenclam tumultnm, qni sisti Veronas (Waitzweist hiezu in n. 20 aus die a. 1106, I. e., 235, stehende Nennung von Lnnna,guas st Verona, hin, und Giesebrccht, III, 1206, in den „Anmerkungen",schließt sich dieser sicher allein richtigen Erklärung an: — er verweist da nochans die schon Bd. V, S. 186, gebrachte Bezeichnung der Deutschen im Mundedes Papstes, als einer natio prava st psrvsrsa) kospitanti ckuäum (das schließtjede Möglichkeit einer Betretung Verona's jetzt im Jahre 1106 aus) oeeurrsrat,insupsr suZgersntibus (vergl. das Weitere schon ob. in n. 41), nsenon st ani-mosuin cor regis aäolssesntis, guocl nooclum psr omnia clominieo juZo sitstabile — dass, ioguani, multaqus icl Asnus vir Dsi psrespta sonsillsrans, etnscilum sisti 08 tium 6ermaniois In partistus apsrtnin esss euin ß;einitu pro-ouneians — gewiß als Theilnehmer an der Versammlung von Guastalla ausbester Kunde (I. s-, 241 u. 242). Die ^.nnalss Datstsrbrunusnsss, I. o., wolltenwissen: asperitats et vias st tsmporis impsäitnr. Die ^.nnal. Ililckssstsimens.haben an der in n. 25 genannten Stelle bloß: ssä papa non vsnisnts. Daßwenigstens die Legaten des Papstes bei Heinrich V. erschienen waren, sagt Ekke-hard bei Anlaß der Erwähnung der Weihnachtsfeier ausdrücklich: Rsx Dsin-rieus natalsrn Domini .... eslsbravit, prsssntibus soiliest Isgatis clomniapostoliei Dasestalis (I. o.).

Meyer von Kn onau, Jahrb. d. dtsch. R. unter Heinrich IV. u. V. Bd.VI. 3