Paschalis' II- Aufenthalt in Parma u. Aufbruch durch Burgund n. Frankreich. Z5
Dann jedoch schlug Paschalis II. mit einer spanischen Ge-sandtschaft, die gleichfalls diese Straße wählte, den Weg durchBurgund nach Frankreich hin ein, und er beehrte das Kloster Clunydadurch, daß er dort das Weihnachtsfest beging").
Diese unverkennbare Äußerung des Mißtrauens, die der Papstdurch den Aufbruch nach Frankreich, statt nach Deutschland, anden Tag legte, mußte in dem Könige den Vorsatz bestärken, auchseinerseits auf dem eingeschlagenen Weg, den er trotz aller Ver-sicherungen für Paschalis II. schon beim Leben des Vaters be-gonnen hatte, weiter zu schreiten, ohne jede Rücksicht auf dasVerbot die Investitur weiter auszuüben. Hatte Heinrich V. schon1005 in dieser Weise über die Sprengel von Minden, von Würz-burg, von Regensburg, von Speier, über den erzbischöflichen Stuhlvon Magdeburg verfügt, war 1106 Konrad so in die erzbischöflicheKirche von Salzburg eiugetreteu so fuhr er auch in der Folge-zeit völlig unbekümmert um die Beschlüsse von Guastalla fort,Bischöfe zu ernennen, ganz wie es der Vater gethan hatte ^°).
Paschalis II. aber faßte auf dem Boden Frankreichs denMuth, mit noch schärferen Androhungen und Verurtheilungen vor-zugehen.
bis zum bezeichnet»: Termin, in das schon citirte e. 14 Udalschalk's (I. e.) ein-geschoben — im Texte geht voran: Intra tsrminurn (vergl. in n. 44) spiseopus(sc. Hermann) pro intsrdieti rsstitutions otlicii apostoiieum adivit — sagtüber Len Bischof: Vsnit ad nos non vocatus t'ratsr nostsr Lsrimannus, vsstrascivitatis spiscopus, causam suam postnians esrtiori lins eoneludi, und davonwird die frühere Verhandlung, in Guastalla, bestimmt unterschieden: tratrss,gui advsrsus sum in concilio coram nodis capituia protuleraut, cum so inprasssntiarum corain nodis minims attnernnt.
") Ekkehard, a. 1107, bezeugt von Paschalis II.: prolsetionsm suam oninLispaniarum IsZatis per Lurguudiam ad 6a»ias eonvsrtit, st nalaiis dominioigaudium sua prsssntia Oluniassnsidus muitnm ampiiavit (I. e., 242). Ganzkurz sagt Petrus kisanus: 8ic psrtransivit usgus in Vraneiam (i. s.). InSuger's Vita I-udoviei Orossi (88. XXIV, 49) ist Cluny auch eigens alsAufenthaltsort des Papstes genannt.
^) Vergl. Bd. V, S. 223, 231 u. 232, 247, 228, 282 (es ist sehr be-zeichnend, daß gerade bei Anlaß der Erwählung Erzbischof Konrad's für Salz-burg die Vita öduonradi, s. 5, ausführt, wie cs nach dem Tode von spiseopist rsgatss addates zugehe: mox ad palatium protieisci nou ditksrunt prs-positus, dsoanus, maZistsr seolarium st prior monastsrii, st cum sis masorsset sanioris oonsilii psrsonas ds sivitate, auuium spiseopaism sseum por-tantss st daeuium, commuoieatogus consilio oum dis guos in paiatio circaimpsratorsm invsnsrint spiscopis, eanesllario st capslianis sseundum dsne-plaeituin st lavorsm impsratoris, gui sustinsndus srat, sligsbatur: 88. XI, 65).
Vergl. zu 1107 bei n. 13, 14, in n. 19 (wozu Lorsch), 26, 41.
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