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6 (1907) 1106 bis 1116
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1106.

ihre Felder und durch die Häuser, zu deren Segnung, oder sielegten Saatkörner aus die Bahre, in der Meinung, damit, wennsie sie mit anderen mischten, eine fruchtbare Ernte sttr sich zu er-zielen. Kaum wollte das Volk von Lüttich den Leib an die könig-lichen Boten herausgeben; denn unter Schmerzbezeugung undWiderspruch riefen sie, die Wegführung der Kaiserleiche bedeutefür sie Gefahr uud Verödung^).

Immerhin wurde nun dergestalt — am 25. August — dieLeiche Heinrich's IV. in die Gewalt des Sohnes, nach dessen Wunsch,übergeben, und er ließ durch einige der Getreuen des Vaters, be-sonders durch jenen Kämmerer Erkenbald, der in aller Nvth beidem Kaiser ausgeharrt hatte, den steinernen Sarg nach Speierführen. Am 3. September kam der Zug in der Bischofsstadt an,und ehrenvoll geschah der Empfang, in der gewohnten Weise, wiees bei der Leichenfeier Verstorbener gehalten wurde, durch Geistlich-keit und Volk; man brachte den Körper in die St. Marien-Domkirche, für deren Bau der Kaiser so viel in eifriger Hingebunggeleistet hatte. Aber Bischof Gebehard verbot die Ausübung irgendeines Gottesdienstes in der Kirche, bis die Betheiligten sich vondieser Handlung gereinigt haben würden, und er ließ den Sargaus deni Dome hinweg in eine noch nicht geweihte Kappelle bringen.Allerdings entstand darüber, auch hier in Speier, Unruhe und starkeKlage im Volke, in Erwägung des Umstandes, daß der KaiserSpeier, Stadt und Volk, vor Allen geliebt habe, und der un-bestattete Körper wurde viele Zeit hindurch von den Einwohnern ^

fleißig besucht 2). Aber er mußte so fünf Jahre stehen, ehe ihmdie letzte Ehre wirklich erwiesen wurde").

6) Ausführlich erzählt Sigebcrt (6oä. die Verduner Handschrift, inlängerer Beifügung: vergl. Bd. V, S. 339 in n. 58) diese nono abdino (8e.feit der Verbringung nach Cornillon) traneaeto äis und nach der nox una her-nach pcmtera clis geschehenen Vorgänge bis zum Ende: aä Muni äelerturLpiras, ut petisrat 8epslienäu8 (I. e.).

°) Die einläßlichen Angaben hierüber bringt der InbsIIuo äs rebellione,besonders mit der Nennung der Besorger der Angelegenheit — aligui tami-liarss sui (se. Heinrich's IV.), maxiine blrlcanbaläuo, gui 8smper in rmgustiissuis 8idi aädsrsbat —, des Tages der Ankunft in Speier — 3. Xon. 8ept. —und der bei der königlichen Gesinnung des Verfassers immerhin auffälligenHervorhebung des lumultuo et planstem magnuo in populo (8e. zu Speier)(I. e.). Ekkehard, I. e,, sagt kurz: paulo po8t oorpem ipouin 8piren8i eivitatiS8t in varcot'nAo lapiäso regis eon8SN8u äelretuin, oiegus extra aeeelsoiainidiäem per guingusnnium manoit inbennatuin (I. e,), die Lnnalse ?atbsr-brunllSll8S8: Imperator elloäitur et ver8N8 Lpirarn vebitur; papa 8vpsr sotuinnlanäo eon8ulitur (I. e.). In einem zusammcnfassendcn Abschnitt derOkron. 8. Vetri Urkoräen8. moä. über Heinrich V. steht: eorpe>8 8pirs äelsrrizubst, 8sä 86pulturs traäi non permioit, guin et ip 808 , gui llumanitatio eaemasxsguiio äsoervisrant, nonnioi pesunia äata, äiiüeultsr Zraeie 8ns aämioit(Hotdcr-Egger, Nonum. birpbsolurtsnoia Lass. XII. XIII. XIV, 159). DasLllron. 8. Lnäreas Oaotri Oameraesoii, I-ib. II, o. 24, sagt bloß, ohne Nennungdes Ortes: proptsr exeoinmunioationein in atrio non oepelitur, das instar.2rvetlsn8s und Lnnal. 11o8snvsläsn8: 8pirs ospelitur, in Italien Donizo,Vita blatlliläi8, Uib II, v. 1040: aä tsmplum Lpirae äormit, guoä 8truxerat