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6 (1907) 1106 bis 1116
Entstehung
Seite
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legte sogleich der König den zur Berathung einberufenen Fürstendie Frage vor, wie er sich hinsichtlich der Leichenseierlichkeit desVaters verhalten solle. Da riethen ihm diese, er möge die Leichewieder ausgraben lassen, damit er selbst nicht der gleichen Ver-urtheilung, wie der Verstorbene, unterliege, falls er ihm nämlicheine feierliche Bestattung bereiten würde: man müsse die Leiche inein nicht geweihtes Gebäude bringen, solle aber nach Rom Botensenden und vom Papste die Lösung vom Banne, wenn es so ge-schehen könne, für den todten Kaiser erlangen. Ganz besonderswar es Erzbischof Heinrich von Magdeburg, der in solcher Weise,in seiner Eigenschaft als päpstlicher Legat, für die Lütticher Dom-kirche, als für ein entweihtes Gotteshaus, die Abhaltung des Gottes-dienstes untersagte, so lange als die Reste des Gebannten nicht ausderselben weggebracht wären 5).

Dieser Forderung mußte Folge gegeben werden, und BischofOtbert vermochte nicht, sich derselben zu widersetzen. Er und dieübrigen Bischöfe, die den Leichnam in der Domkirche beigesetzt hatten,erkannten, daß sie nicht hoffen könnten, in die Gemeinschaft derKirche ausgenommen zu werden, wenn sie nicht der Aufforderung-gehorchten, und so wurde — nach einer Nachricht geschah das gleich-am Tage nach der Bestattung — der Körper des Kaisers aus--gegraben und, am 15. August, an eine ungeweihte Stätte gebracht.Es war eine Kappelle auf einem Cornillon genannten Hügel, derauf dem rechten Ufer der Maas in einiger Entfernung von derStadt liegt, wohin jetzt ohne alle gottesdienstliche Feier der Leibdes Excommunicirten einfach gebracht wurde °). Aber es fehlte

kiäslis in Omnibus (88. III, 111), sowie Sigebert, Obren. (Ooä. H.): eo intsrimsspulto in sscclssis ssncti Immbsrti (88. VI, 371, bei ä).

ö) Hiervon spricht der Inbsllus äs rsbsllions: ksx vsro ststim (so. gleichnach Empfang der Bd. V, S. 313 in o. 66, erwähnten Botschaft) convocavitsä ss principss rsZni st gusrit sb sis oonsilium, guiä äs patris exeguiisessst tscturus (es folgt der Satz in n. 4), worauf das im Texte genannte Con-silium der principss rsgni hervorgehoben wird (I. c.), und Sigebert, l. c.,nennt speciell den Erzbischof Heinrich spostoiicss ssäis lsgstus, durch den exsuctoritsts spostolics .... ipsi scclssiss äivinum intsräicitur otlicium,auosäusgus corpus sb sscclssis ipso, sicerstur etlossum (l. c.). Allgemeinersagt Ekkehard, 1. c., daß comprobsntibus bis gui säsrsnt srcbispiscopis stspiscopis, guis guibus vivis sscclssis non communicst, illis stism nsc mortuiscommunicars possit, dieser Schritt geschehen fei (I. c., 239).

°) Von der Entfernung der Leiche redet ganz besonders Sigebert (Ooä. X):t)uoä (sc. corpus) in sscclssis nonäum consscrsts st sxtrs urbem in Oornsliomonts sits 18. Xsl. 8spt. trsnslstum st rsconäitum sst, quosäusgus sbsolu-tions spostolics regism sepultursin msrsrstur (l. c., 372, bei ä), und die6ssts spiscopor. Xsoäisvs. des Gilles d'Orval, Xib. III, c. 16: sxtrs civi-tstem Xeoäii, guis intsräictus erst, in loco, gui mons Oornslii äicitur, tumu-Istus, ubi erst gueäsm äomus rsliZiosoium, nunc (sc. im 13. Jahrhundert)vsro sst sbbstis krsmonstrstsnsis oräinis (88. XXV, 92) bestätigen das, imAnschluß an jenen Text (Giesebrecht, III, 1202, in den „Anmerkungen", bestimmtdie Stelle genau, nach Mittheilungen aus Lüttich: es ist eine auf der rechtenSeite der Maas, gegenüber südöstlich von Lüttich, liegende Anhöhe, die jetztvon einem Festungswerke, dem Fort de la Chartreuse, bekrönt ist). Damit füllt