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6 (1907) 1106 bis 1116
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Wirkung der Nachricht vom Tode Heinrich's IV.

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In Lüttich dagegen war der Jammer um die Leiche des Kaiserslaut und allgemein. Wie der Verfasser des Heinrich's IV. An-denken geweihten Buches anschaulich erzählt, waren alle Ständeeinstimmig in der rührenden Klage um den entseelten Körper^).Bischof Otbert sorgte in erster treuer Hingebung dafür, daß einevorläufige Beisetzung, bis die von dem Sterbenden gewünschte end-gültige Bestattung geschehen könnte, angeordnet wurde, und so ließer den Leib des Gestorbenen in der St. Lamberts-Domkirche vordem St. Marien-Altar begraben, mit den Ehren, die dem Rangedes Todten entsprachen^). Aber als das in Aachen bekannt wurde,

238 u. 239)1) übereinstimmenden Zeugnisse. Bezeichnend ist der Aus-

druck der Sächsischen Wettchronik, e. 212: Loning Lsinrie, äo üs vsrnuinsinö8 vaäer «tot, üs dsgonäs seknllsn uiuls Inetisn (Non. ösrnian., VsutseüsOkroniüsn, II, 188). In diese Zeit fiele die schon Bd. V, S. 181 n. 17, er-wähnte Urkunde 8t. 3006 — 13. August, aus Aachen -—, wenn sie als glaub-würdig anzunehmen ist (vergl. auch Die Regesten der Erzbischöfe von Köln imMittelalter, II, 8): Erzbischof Friedrich von Cöln, die Bischöfe Otbert vonLüttich, Burchard von Münster, Herzog Heinrich von Limburg, die Grafen°Wit>örtu8 äs 8nxonin (Wiprecht von Groitsch?), Berengar von Sulzbach, Ar-nolf von Los, tibsri üoinins8 sind als anwesend genannt.

r) Seit der Niederschreibung der Bd. III, S. 22, zu n. 26, gegebenen Anmerkungüber das ONronioon univsrsals — 88. VI — hat sich, nach sehr gefälliger brieflicherMittheilung Breßlau's (vom 10. November 1904), dessen Ansicht über die einschlägigenFragen insbesondere durch eingehendere Untersuchung der Handschrift von Cambridge —Uso. 0 —, auf die er 1895 (Neues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschrchts-kunde, XXI, 226) abgestellt hatte, wesentlich befestigt. Diese Uso. 0 ist ohne Zweifel inWürzburg entstanden, ein Geschenk Bischof Erlung's an Heinrich V. und Mathilde zurHochzeit, so daß später die Handschrift mit Mathilde nach England kam; den WürzburgerUrsprung beweist die ursprünglich zur Handschrift gehörende Urkunde, die durch Waitz— Forschungen zur deutschen Geschichte, XVIII, 181 u. 182 — abgedruckt wurde, aberebenso der hier Bd. V, S. 232, in n. 34, hervorgehobene Gegensatz von Stellen über Erlungzum Jahre 1105, wo Uso. 0 die auf den Bischof bezüglichen Stellen von Uso. Ü, die un-günstig lauten, zu dessen Gunsten ganz wesentlich umändert. Geschrieben ist aber Uso. 0nicht, wie nach der Angabe von Pertz — 88. VI, 15 — anzunehmen wäre, von einer einzigenHand, sondern, von drei Händen: einer ersten (Prolog: 88. VI, 8 u. 9, und 1. o., 247: 22 —248: 11), einer dritten (1. o., 248: 12-33) und der zweiten, von der alles klebrige im Texteherrührt und die nach Befund der Schrifteigenthümlichkeit mit der Schrift von Uso. Uidentisch ist. Hinsichtlich der Autorschaft des eben erwähnten Prologes von Uso. 6. ist,nach Vergleichung mit demjenigen von Uso. U (1. o., 10 u. 11) und dem Zwischenstück zu1106 in Uso. O Ü (1. o., 231: 34 — 232: 16 — es ist die unt. zu 1114 bei n. 6 behandelteWidmung an Heinrich V.), die Urheberschaft Ekkehard's nicht zu bezweifeln. Ebenso hältBreßlau für höchst wahrscheinlich, daß der Haupttheil der Uso. 0 von Ekkehard verfaßtfei, und er entscheidet sich auch bei U für Ekkehard's Autorschaft als im höchsten Gradewahrscheinlich, hier besonders, weil Ekkehard die erste Person in der von Uso. B über-nommenen Erzählung im Ilisrossl^inita nicht durchweg beibehalten hätte, wenn nichtIdentität der Verfasser vorläge. Demnach hätte Ekkehard nach seiner Rückkehr vom Kreuz-zuge nach Michelsberg in Frutolf's Handschrift die Fortsetzung Uso. U eingetragen und,als er das Kloster verließ, eine Abschrift des so entstandenen Codex U) mitgenommen.Nachdem er bis dahin in der Gestalt von Uso. O die Chronik sortgefctzt, erhielt er, wahr-scheinlich schon als Abt von Aura, etwa 1112, von Bischof Erlung den Auftrag zur An-fertigung der Uso. 0, in der Uso. v, so weit sie bis dahin fertig war, schon benutzt ist.Noch später, als Uso. v, verfaßte Ekkehard Uso. U. Hiernach ist, gegenüber der Citations-weise rn Bd. III—V, der Autorname Ekkehard für Uso. ö und 0 hergestellt.Vergl. auch zu 1114 bei n. 6.

Vergl. die Bd. V, S. 339, wörtlich eingerückte Stelle der Vita.

^) Diese vorläufige Bestattung erwähnen die ^.nna1e8 katderdrunnen868:Imperator ... in aeeelesia 8aneti Lamberti eoram altari 8anetae Mariaetunmlatur, und: in aecolema saneti I-amderti apuck I^eockium 86pnltn8 68t(eck. Scheffer-Boichorst, 115), ferner der Bd. V, S. 196 in n. 3, bezeichnet^ indie ^.nnal. Hi1ck68deim6N8. aufgenommene l^ibellnb cks redellione Ileinriei V.:Lrat (8e. pater) dnmatn8, 8ieut re§ern ckeeedat, 8i apnt Oenm merui886t, aput8anetum I-amdertum I^eockio konorickee ad 6pi8eopo, cfui 8emper 8idi extitit