Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
55
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SS

Myriaden und Millionen in den Bächen seines BlutesHausen, und den Leib des Menschen bewohnen, wiederMensch die Erde: sollte der gemeine Menschenverstand(wenn Eure Schulgelehrte ihn hätten!) genügen um stezu belehren, daß die die Erde umfließende Unendlichkeit,welche Ihr den Raum nennt das grenzenlose Ungreif-bare, das die Erde vom Mond und von den Sternentrennt auch erfüllt ist von ihm entsprechendem, eigen-thümlichem Leben. Ist es nicht eine handgreifliche Abge-schmacktheit, zu glauben, während jedes Blatt von Wesenwimmelt, werden ste fehlen in der Unermeßlichkeit desRaumes? das Gesetz des großen Systems verbietet dieVerschleuderung auch nur eines Atoms; es kennt keinenOrt, wo nicht etwas Lebendiges athmet. Das Beinhausselbst ist eine Stätte der Erzeugung und Belebung. Istdieß wahr? Nun dann könnt Ihr noch annehmen, daßder Raum, welcher die Unendlichkeit selbst ist, allein eineOede, allein leblos sey, minder entsprechend dem EinenPlane des allgemeinen SeynS als das Gerippe eines Hun-des, als das bevölkerte Blatt, als der wimmelnde Was-sertropfen? Das Mikroskop zeigt Euch die Geschöpfe aufdem Blatte; noch ist der mechanische Tubus nicht erfun-den, um die edleren und begabteren Wesen zu entdecken,welche im unbegrenzten Aeiher fich umtreiben. Und dochist zwischen diesen letzter» und dem Menschen eine geheim-nißvolle und furchtbare Verwandtschaft. Und daher istdurch Sagen und Legenden, die nicht ganz falsch und

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