Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
56
Einzelbild herunterladen
 

56

nicht ganz wahr, von Zeit zu Zeit der Glaube an Erschei-nungen und Gespenster entstanden. Wenn dieser bei denfrüheren, einfacheren Geschlechtern gewöhnlicher war, alsbei den Menschen Eurer stumpferen Zeit, so rührt^dieß nurdaher, daß bei Jenen die Sinne schärfer und lebhafterwaren. Und wie der Wilde auf Meilen die Spur einesFeindes sieht oder wittert, welche den plumpen Sinnendes civiliflrten ThiereS ganz entgeht, so ist auch die Schei-dewand zwischen Jenem und den Geschöpfen der Luftweltweniger dicht und dunkel. Hört Ihr mir zu?"

Mit ganzer Seele?^

Aber zuerst, um diese Scheidewand zu durchdrin-gen, muß die Seele, mit welcher Ihr mir zuhört, durchlebhaften Enthusiasmus geschärft, von allen irdischerenWünschen gereinigt werden. Nicht ohne Grund habendie sogenannten Magier in allen Ländern und zu allenZeiten auf Keuschheit und enthaltsame Beschaulichkeitgedrungen, als die vermittelnden Vorbereitungen zur In-spiration. Nach dieser Vorbereitung kann ihr die Wissen-schaft zu Hülfe kommen; das Gesicht selbst kann feiner dieNerven schärfen, der Geist kann empfänglicher und mehrnach Außen gekehrt und das Element selbst die Luft,der Raum kann durch gewisse Geheimnisse der höhernChemie greifbarer und klarer gemacht werden. Und auchdieß ist nicht Magie, wie es die Leichtgläubigen nennen; wie ich schon so oft gesagt. Zauberei, oder ein Wissen,das die Naturgesetze verletzt, gibt es nicht; es ist nur dasWissen, wodurch die Natur gelenkt werden kann. Im