Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
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hätte erwecken müssen; und dann ließ Mejnour gegenseinen staunenden Jünger die Schätze einer Erkenntnißund Weisheit sprudeln, welche unerschöpflich und gren-zenlos schien. Er gab die merkwürdigsten, anschaulichstenund ins Einzelnste gehenden Aufschlüsse von den ver-schiedenen Stämmen, (ihren Charakteren, Gewohnheiten,ihren Sitten und ihrem Glauben,) von welchen dies schöneLand der Reihe nach überschwemmt worden war. Aller-dings waren seine Beschreibungen nicht in Büchern zufinden, und nicht unterstützt durch gelehrte Autoritäten,aber er besaß den wahren Zauber des Erzählers und sprachvon Altem mit der lebendigen Zuversicht eines Augenzeu-gen. Manchmal verbreitete er sich auch über die dauer-bareren und erhabeneren Geheimnisse der Natur mit einerBeredsamkeit und einem Tiefsinn, welche sie mehr in dieFarben der Poesie als der Wissenschaft kleideten. Unver-merkt fand sich der junge Künstler erhoben und beruhigtdurch die belehrende Mittheilung seines Gesellschafters;das Fieber seiner wilden Wünsche hatte nachgelassen. SeinGeist wurde immer mehr in die göttliche Ruhe der Be-schaulichkeit eingelullt; er fühlte sich ein edleres Wesen;und in dem Schweigen seiner Sinne glaubte er die Stimmeseiner Seele zu hören.

In diesen Zustand suchte Mejnour offenbar den Neo-phyten zu versetzen, und in dieser Elementareinweihungglich der Mystiker jedem gewöhnlicheren Weisen. Dennwer zu entdecken sucht, muß sich zuerst in eine Art vonabstraktem Idealismus versetzen, und in hehrer und süßer