Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
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Unterwürfigkeit sich dem beschaulichen und imaginativenVermögen hingeben.

Glhndon bemerkte, daß auf ihren Ausflügen Mejnouroft da, wo die Vegetation am dichtesten und üppigstenwar, stehen blieb, um eine Pflanze oder eine Blume zubrechen, und dies erinnerte ihn, daß er einmal Zanoni inderselben Beschäftigung gesehen hatte.Können diese be-scheidenen Kinder der Natur," sagte er eines Tageszu Mejnour,Wesen, die an einem Tage blühen undverwelken, für die Wissenschaft der höhern Geheimnissebrauchbar sehn? Gibt es eine Arznei für die Seele, wiefür den Körper, und dienen die Erzeugnisse des Som-mers nicht blos der menschlichen Gesundheit, sondern auchder geistlichen Unsterblichkeit?"

Wenn," antwortete Mejnour,wenn ein Fremdereinen wandernden Stamm besucht hätte, ehe Eine Ei-genschaft der Kräuter ihnen bekannt gewesen wäre; wenner den Wilden gesagt hätte, daß die Kräuter, auf wel-chen sie jeden Tag herumtreten, mit den wirksamsten Tu-genden begabt sehen; daß das eine einem Bruder, der amRand des Grabes stehe, die Gesundheit wieder zu schen-ken vermöge; daß ein anderes den Weisesten unter ihnenin einen Zustand von Stumpfsinn versetze; daß ein drit-tes ihren abgehärtetsten Genossen leblos in den Staubwerfe, daß Thränen und Lachen, Kraft und Krankheit,Wahnsinn und Vernunft, Dasehn und Auflösung in diesenunbeachteten Blättern versteckt sehn sollen; würden sie ihnnicht für einen Zauberer oder einen Lügner gehalten haben?