Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
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neu, um mich zu überzeugen, daß ich nie Spitzbube genugwerden würde, um in diesem Gewerbe zu glänzen. So,statt Pergament zu verderben, machte ich der Tochter derNotars den Hof. Mein Meister entdeckt unsre unschul-dige Ergötzlichkeit und warf mich zur Thüre hinaus;das war unangenehm. Aber meine Ninetta liebte mich,und trug Sorge, daß ich nicht mit den Lazzaroni aufden Straßen liegen mußte, die kleine Here! ich meineich sehe sie noch, wie sie mit bloßen Füßen und den Fin-ger an den Mund gelegt, die Thüre in den Sommer-nächten öffnete, und mich leise in die Küche schleichenließ, wo, die Heiligen seyen dafür gepriesen! eine Flascheund eine Semmel jederzeit den huügrigen ^inorooo er-warteten. Aber am Ende wurde Ninetta kalt. Das istso die Art des Geschlechtes, Signor. Ihr Vater fandeine vortreffliche Heirathspartie für sie in der Person einesverwitterten alten Gemäldehändlers. Sie nahm denBräutigam, und schlug sehr artig die Thüre dem Lieb-haber vor der Nase zu. Ich ließ mich das nicht entmu-thigen, Ercellenz, nein, ich nicht! Weiber gibt es genug,so lange wir jung sind. So, ohne einen Dukaten in derTasche, und ohne eine Krume zum Kauen, machte ichmich auf, um mein Glück am Bord eines spanische»Kauffahrers zu versuchen. Das war langweiligere Ar-beit, als ich mir erwartet hatte; aber zum Glück wurdenwir von einem Piraten angegriffen — die eine Hälfte derMannschaft wurde niedergemetzelt, die andere gefangengenommen. Zch war unter den Letzteren — immer glück-