Druckschrift 
4 (1842)
Entstehung
Seite
20
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lich, Signor, wie Ihr seht — Söhne von Mönchen habendar.in Etwas voraus! Der Kapitän der Seeräuber fandGefallen an wir. „Diene bei uns!" sagteer. „Ich schätzemich glücklich/' sagte ich. Siehe da, so ward ich einSeeräuber! Oh lustiges Leben! wie segnete ich den altenNotar, daß er wich zur Thüre hinaus geworfen! WelcheFeste, welche Kämpfe, welches Werben und welche Händel!Manchmal gingen wir ans Land und belustigten uns wieFürsten; manchmal lagen wir Tage lang bei Windstilleaus der lieblichsten See, die je ein Mensch befuhr. Unddann, wenn der Wind sich erhob, und wir eines Segelsansichtig wurden — Wer war lustiger als wir? Ichverlebte drei Jahre in diesem köstlichen Gewerbe; unddann, Signor, erwachte der Ehrgeiz in mir. Ich zettelteCabalen gegen den Capitän an; es gelüstete mich nachseinem Posten. In einer stillen Nacht führten wir denSchlag. Das Schiff lag wie ein Klotz in der See, keinLand von der Spitze des Mastes ans zu sehen, die Wellenwie ein Spiegel nnd der Mond voll am Himmel. Wirerhoben uns, unserer dreißig und mehr. Wir erhobenuns mit einem jauchzenden Rufe; wir stürzten in dieCajüte des Kapitäns, ich an der Spitze. Der wackerealte Knabe war schon über dem Lärmen erwacht, undstand unter der Thüre, eine Pistole in jeder Hand, undsein eines Auge (er hatte nur ein einziges,) war nochfurchtbarer, als die Pistolen.

'Ergebt Euch!' rief ich; 'Euer Leben soll ungefährdetbleiben!'— „Nimm das!" sagte er, und los ging die