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„Warum?"
„Warum? Hat er nicht das Weib und die Mitgiftentführt, aufdie ich mein Augenmerk gerichtet hatte! docham Ende," fuhr Nicot nachfinnend fort, „hätte er mirDienste geleistet, statt mir geschadet, ich würde ihn ebensoHaffen. Schon seine Gestalt und sein Gesicht machten michihn zugleich beneiden und verabscheuen. Ich fühle, daßeine gewisse Antipathie in unfern Naturen liegt. Auchfühle ich, daß wir uns wieder treffen werden, wenn JeanNicotS Haß weniger ohnmächtig sehn wird. Auch wir,aber eoalröre — auch wir dürften uns wieder begegnen!Vivo la. republigue! Ich in meine neue Welt!"
An diesem Tage noch verließ Mervale Neapel; amfolgenden Morgen verließ auch Glyndon die Stadt derWonne, allein und zu Pferde. Er schlug den Weg einnach jenen malerischen aber gefährlichen Gegenden, welchedamals von Banditen beunruhigt wurden, und welchewenige Reisende, selbst am Hellen Tage, ohne eine starkeEskorte zu passtren wagten. Eine einsamere Straße kannman sich nicht denken, als diejenige, auf welcher der Huf-schlag seines Pferdes, die Felsstücke treffend, welche indem vernachläßigten Weg lagen, ein dumpfes, schwer-müthiges Echo weckten. Große Strecken wüsten Landes,nur belebt durch das üppige und verworrene Laubwerkdes Südens, lagen vor ihm; gelegentlich schaute eine wildeZiege hinter einer Felswand hervor, oder hörte man dasmißtönende Geschrei eines, aus seinem düstern Nest ar^f-gescheuchten Raubvogels über den Bergen. Das waren