heit daß wir Nachts wieder Zusammentreffen würden.„Ans diese Weise," fuhr mein Visionär fort, „be-gann ich denn eine von den Begebenheiten derAußenwelt gänzlich getrennte Geschichte, die, ab-wechselnd mit der rauhen, erstarrenden Geschichtedes Tags, eben so regelmäßig und in einander greifendwie jene sortlief. Und was war, fragen Sie, dieseGeschichte? Mir kam es vor, ich sei ein Fürst anseiner südlichen Insel, die keinen Zug gemein hattemit dem kältern Norden meines Geburtlandes.Tags blikte ich auf die' dumpfen Mauern einerdeutschen Stadt und sah hansbakene oder schmuzigeGestalten vor mir vvrüberwandeln; der Himmelwar bleich und die Sonne unerquiklich. Da kamdie Nacht mit ihren tausend Sternen, und brachtemir den Thau des Schlafs. Dann erstand' plözlicheine neue Welt; die üppigsten Früchte hingen ingvldnen'und purpurnen Büscheln von den Bäumen.Paläste in der wunderlichen Art der wärmerenHimmel, mit gewundenen Minarets und glänzendenKuppeln, spiegelten sich in grosen, von Palm-en undBananen nmkränzten Seen. Die Sonne schieneine andere Bahn zu geheni so sanft und prachtvollwaren ihre Stralen. Vögel und geflügelte Wesenaller Farben flatterten in der lichten Lust. Zügeund Tracht der Menschen pasten nicht zu dennordischen Weltgegenden und ihre Stimmen redeteneine mir anfangs fremde Sprache, bre ich aber all-mälig verstehen lernte. Bisweilen führte ich Krieg
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten