ihrem ehrwürdigen Thurm, und vom Gipfel einesgrünen, beinah senkrechten Bergs schauten die Trüm-mern einer jener mächtigen Burgen düster herab»welche den nie fehlenden Dunkelblik einer deutschenLandschaft bilden.
Der Eindruk des Ganzen war'still und schwer-müthig. Die ausnehmende Klarheit des Tags hob,mit einer fast unangenehmen Helle, die Armuth deSStädtchens, die Dünnheit der Bevölkerung und diewilde Gröse der Ruinen hervor- welche über dieHauptstadt des untcrgegangenen Stammes der küh-nen Grafen von Sp o n h eim herabhängen.'
Man brachte die Nacht in Trarbach zu undfeste die' Reise am'andern Tag fort. In Trierbefand sich Gertrud einige Tage lang ernstlich un-wol, und bei der Rükkunft »ach Koblenz war ihreKrankheit augenscheinlich aus eine schnelle- beunru-°higende Art angewächsen.
Zwei u n dz w a n z igfte s K a p itel.
Das Doppelleben. — Trevylväns Schiksal/— Schmerz, derBater des RuhmS. — Niederlahnsieln. — Träume.
Jeder'von uns hat zwei Leben die zugleich, aberkaum mit einander verbunden, dahin fliesen! —
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