Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
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dem ich meinen Körper den ganzen Tag über voll-kommen still und ruhig hielt; indem ich jedes Be-gcgniß ans dem änssern Leben, dessen Nachklang inden Bilderstrom, den .ich in die Wildniß des Schlafsanszugiesen wünschte, verwirrend hätte eingrcifendürfen, von mir abschloß, entdekte ich endlich daßich ein von dem Tagleben völlig geschiedenes Traum-leben, daS lediglich seinem eigenen Bereich ange-hörte, führen könne. Thürme und Paläste, ans-schlicslich mein Erbe und.meine Herrschaft, stiegenans den Tiefen des Schlummers vor mir auf; injnwelenfunkelnden Bechern schlürfte ich den Faler-ner ans Kaiserkellern; Musik himmlifch tönenderHarfen klang ans den Wolkenriffen, und über Alleshin blühte wie Sonnenlicht das Lächeln unsterblicherSchönheit. So gewann ich das Wunderbare undHerrliche, das ich für mein wachendes Leben nichtzu erhalten vermochte, im Schlaf. Ich wandertemit Greifen und Gnomen.; ich stieß vor bezaubertenThoren ins Horn; ich siegte in den ritterlichenSchranken; ich Pflanzte meine Fahne auf Zinnenso hoch wie der Thurm von Babel.

Aber ich fürchtete mich eine sol cbc Erscheinung hcr-vorznrNfen, in deren Lieblichkeit ich die ganze ver-borgene Leidenschaft m einer Seele ausströmen konnte.Ich besorgte der Schlaf möchte mir ein Bild ver-führen, zu dessen Wiedcrbringung ihm später dieKraft fehlte, so daß nach dem ersten Erwachen selbstdie mir neu erschaffene Welt für immer eine Oede