Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
84
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Las handelnde Leben und das Leben unseres Ge-müths, die äussere und die innere Geschichte; dieThätigkeit der Sinne und das tiefe, rastlose Wir-ke» des Herzens. Die welche geliebt habe», wissendaß cs ein Tagebuch der Seele gibt, das wir jahre-lang halten können ohne Veranlassung zu findendie äussere Oberfläche des Lebens, unsre lärmendenBeschäftigungen, das Mechanische im Fortgang un-serer Existenz, auch nur zu berühren. Glcichwvlwerden wir nach dem Leztcrcn bcurtheilt, währenddas Erster- nie betaut wird. Die Geschichte ent-hält die Thaten der Menschen, ihre» äusserlichen Ka-raktcr, aber nicht die Menschen selbst. Esgibt ein geheimes Selbst, das sein eigenesvon ei-nem Traum umschlossenes/' unerforschtes, ungeahne-tes Leben führt. Was ging Stunde um Stundein Trevylyan vor, als er dem Verfall der Kräftein dem einzigen Wesen zusah, das zu lieben seinstolzes Herz je bestimr war! Seine wirkliche Rech,iiung der Zeit wurde durch jedes Wölkchen aufGertruds Stirn, jedes Lächeln ihres Angesichts,jede, selbst die unbedeutenste Veränderung in ihrerKrankheit bedingt; dem änssern Ansehen nach aberhätte Niemand ans diesen dunkeln Strom wechseln-der, erejgni.svoller Bewegung geschlossen. Mit ge-wohnter Regelmäßigkeit erfüllte er Alles was demLeben seine äussere Färbung gibt, lächelte und gingwie andere Menschen. Denn mit jenem Heldensinn,womit die wahre Liebe das eigene Selbst besiegt,