Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
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Sie nehmen die Sache zu spizfindig und illu-sorisch," entgegncte Trevylyan lächelnd.KeinMensch trägt irgend eine Fähigkeit, irgend eine Lei-denschaft in sich, die, wenn er auch nur einen Taglang wirklich geliebt hat, nicht zur Entfaltungkäme."

Gertrud lächelte, Trevylyan schlang ihren Armin den seinigcu und überließ es Vane über die Lei-denschaft zu philosophiren; eine geeignete Be-schäftigung für Den, der sie nie gefühlt hat.

Hier last uns stillhalten," sagte Trevylyan.nachher, als sie die Ueberbleibsel der alten Kaiser-burg besuchte» und die Sonne hell auf die Stätteniederglänzte,hier last uns ruhen, die altenRittertage des heldenhaften Rothbarts zurükzuru-feu. Stellen wir ihn uns am Beginn der lcztengrosen Unternehmung seines'Lebens vor; denken wirihn uns beim Aufbruch in's heilige Land. Rufen wirVor unsere Fantasie wie er auf seinem weißen RoßauS diesen Mauern zieht, sein flammendes Ang et-was von den Jahren getrübt und sein Haar gebleicht,aber edler eben durch das Gepräge der Zeit; Waf-fenklang, Pferdestampfen, fliegende Fahnen, Trom-petengeschmetter von Hügel zu Hügel, rothe Kreuzeund nikende Federn, die Sonne wie' jezt auf jeneBäume scheinend und dort von den blanken Har-nischen der Kreuzfahrer wiederstralend; doch Ge-la