Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
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Herrn der da oben thront, entwunden und sie mirgegeben, indem Du die Seelen mit der Religionder Furcht verdunkeltest? Deshalb komm Bruder,komm ein Thron ist Dir bereitet neben meinemeigenen in der stammenden Tiefe. Komm! der Him-mel ist nicht mehr für Dich."

Da erhob sich der Stern von seinem Thronund stieg hinab an die Seite Lucisers. Denn im-mer hat der Geist des Mismuths eine Verwand-schaft gehabt zu dem Geist des Stolzes. Und lang-sam sanken sie hinab in die Kluft der Finsternis;.

Es war die erste Nacht des neuen Jahrs unddie Sterne saßen, jeglicher ans seinem goldenenStuhl, und sahen mit schlaflosem Ang aus die Erde.Aber Kummer trübte das helle Antliz der Königeder Nacht, denn sic trauerten in Schweigen undFurcht um einen gefallenen Bruder.

Und die Thore des Himmels der Himmel flogenaus mit goldenem Klang und der schnelle Erzengelschwebte herab auf seine» stillen Schwingen ; und derErzengel theilte wie sonst jedem Stern das Gebot sei-nes Herrn mit, und jedem Stern ward sein besonderAmt. Und als die Botschaft vollzogen schien, kamein Gelächter aus dem Abgrund des Dunkels, undhalb aus der Kluft erhob sich die finstere GestaltLucifers, des Feindes.

Du zälst Deine Herde schlecht, o stralenderHirte. Siehe! ein Stern fehlt unter den Dreitau-send und zehn."