-II
Tag mit dem aufstrebenden Fürsten wieder zusam-men kam; „ach! die Sterne haben mir ein Los be-stirnt, das mein Herz nicht wünscht; denn ich,einsiedlerisch im Leben und verkrüppelt an Gestalt,bin unempfindlich für die Flammen der Liebe, undstets Hab ich, wie Du und Dein Volk weiß, dieAngen der Weiber gemieden, denn die Mädchenlachten über meinen hinkenden Tritt und meinegrämlichen Züge, und so lernte ich schon früh alleGedanken an Liebe ans mir verbannen. Seitdemmir aber die Sterne (durch ihre Erklärung an Dich)kund thaten, daß Du, geliebter Fürst, nnr durchdiese Heirat Deines Vaters befiederte Krone er-halten kannst, nnterwerf ich mich ihrem Willen."
„Aber," sagte der Königsohn, „erst wenn ichKönig bin kann ich Dir meine Schwester zum Weibgeben; denn Du weist, daß mein Vater mich zuStaub trcren würde, wenn ich ihn bäte dieBlnme unseres Stammes dem Sohn des HirtenO-la zu bringen."
„Du sprichst Worte der Wahrheit. Geh heimund fürchte nichts; aber wen» Du König bist,muß das Opfer gebracht und Orna die Meine werden.Ach! wie kann ichs wage», dis Angen zu ihr zu er-beben? Aber so gebieten die furchtbaren Könige derNackt! — Wer darf ihrem Wort widersprechen?"
„Der Tag der mich als König ficht, sieht Ornaals die Deine," crwiederte der Fürst.
Morven wandelte, wie er zu thnn Pflegt, allein