Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
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und machen ans Fleisch und Blut abstrakte Begriffe.Unsre Kritiker haben Ihren Hamlet zu einer Ideeumgemandclt; selbst Shakespeare» wollen sie esnicht gestatte», Menschen zu schildern, sondern be-stehen darauf er verkörpere nur gewisse Vorstellugen.Sie machen die Poesie zu einer Metaphysik und dieWahrheit dünkt ihnen schal, wenn aus der Tiefenicht irgend eine hineingelegte Symbolisation hcr-aufschimmert. Andrerseits verbinden wir mit un-ser» santaslereichstcn Werken eine Hervorhebungdes gemeinen Lebens, die uns rührend scheint, dieaber in Wahrheit nur komisch ist. Wir fallen ewig-vvm Erhabenen ins Lächerliche; es fehlt uns Ge-setz mak."

Doch wol nicht der französische Getchmak!"cntgegucte Trevylyan.Nimmer dürfen Sie einenGörhe, ja nur eine» Jean Paul, nach dem Maßstabeines Boileau beurthcilen."

Nein; Doilean'S Gcsclnnak war falsch. Men-schen die nn Ruf eines guten Geschmaks stehen, er-langen denselben oft blos durch den Mangel anGenie. Unter Geschmak versteh jedoch ich das schnelleGefühl für den Znsammenklang eines poetischenWerkes, die Kunst das Ganze in Einstimmung mitseinen Thcilen zu bringen, die Rundung. Schil-ler ist der Einzige unter unfern Dichtern, der dieseEigenschaftbesizt. Doch stehen wieder Besserung nah;ans unserer langenJagd nach Schatten sind wir end-lich der Wirklichkeit zugesührt worden. Unsere bisBulwir's Romane XXII. 2