Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
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bens ist, de» winzigen Sorgen die uns anfzehren,den Plakereien des Tags. Wir nähren den gött-lichsten Theil unserer Natur, den Trieb zur Be-wunderung."

Von allem Ermüdenden,» bemerkte Baue,istjedoch eine Folge von Abwechselungen das Ermü-denste. Zu der Manigfaltigkeit selbst liegt eineEinförmigkeit. Wie das Aug Schmerz empfindet,wenn es laug auf die neuen Gestalten eines Kalei-doskops blikt, leidet das Gemiith unter der Span-nung eines fortwährenden Wechsels von Gegenstän-den, und mit Freude kehren wir zur Ruhe znrük,die für das Leben ist was das Grün für denBoden."

Während ihres Aufenthalts in den verschiede-nen Tannusbädern kamen sie zufällig mit einemStudenten ans Heidelberg zusammen, der eine je-ner, bei seinem Stand so beliebten, Fnßreisenmachte. Geschlachtcr und sanfter als die groseHerde dieser jungen Wanderer, zog er unsre Gesell-schaft durch sein begeistertes Wesen sehr an, weilnichts Erkünsteltes darin lag. Er mar in Englandgewesen und drükte sich in dessen Sprache fast mitder Geläufigkeit eines Eingebornen ans.

Unsre Literatur," bemerkte er eines Tags ineiner Unterhaltung mit Baue,hat zwei Fehler:sic ist zugleich zu verstiegen und zu sehr im gewöhn-lichen Leben sich bewegend. Einerseits wenden wiruns nicht genug an den gemeinen Menschenverstand,