Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
111
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Maltravcrs in Como. Er sah wenig andre Familienals die Montaignc's, und den größer» Theil seinerZeit verlebte er demgemäß allein. Seine Beschäfti-gung bestand fortwährend darin. Versuche mit seine»eigenen Geisteskräften anzustcllcn, und diese wurdenallmälig kühner und umfassender. Er nahm sich jedochsorgfältig in Acht, seineGcisteöübungcn von Eomo"seine neuen Freunde von Como sehen zu lassen; erbrauchte keine Zuhörerschaft, er dachte an kein Publi-kum, er wünschte nichts als seinen Geist für sich inThätigkcit zu setzen. Er lernte, im Verlauf seinerStudien, von selbst cinschcn, daß Einer weder mitgroßer Gründlichkeit studircn, noch mit viel Kunstschreiben könne, wenn er nicht ein bestimmtes Zielverfolge in jener Hinsicht das: eines gewissen Er-kcnntnißzwcigcs Meister zu werden, in dieser: irgendeine Zdcc nmfaffcnd auözuarbciteu. Maltravcrs kamans seine Knabcn-Lcidenschaft für metaphysische Speku-lation zurück; aber mit wie ganz andern Resultatenrang er jetzt mit den subtilen Gelehrten jetzt, nun-mehr er praktisch die Menschen kennen gelernt hatte!Wie unvermerkt gingen ihm neue Lichter auf, als erin das'Labyrinth von Ursache und Wirkung sich hinein-wagte, durch welches wir zu dem merkwürdigen undzwcigestaltigen Ungeheuer unserem eigenen Wesen zu gelangen suchen! Sein Geist ward gleichsamgesättigt mit solchen tiefsinnigen Studien und Ge-danken; und als er sic endlich abbrach, da war ihm,als hätte er nicht in der Einsamkeit gelebt, sondern

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