Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Anfänglich also vcrfnhr Maltravers ganz als Egoistin seinen rohen nnd flüchtig hingeworfcncn Skizzenin der Art seines Schreibens war er, wie oben gesagt,nachlässig nnd gleichgültig, wie Männer ;n scpn pflegen,die noch nicht eingeschc» haben, daß cs eine Knnstdes Ausdrucks gibt. Dennoch waren diese ordnnngs-,knnst- und werthlosc» Versuche diese stürmische»,geheime» Bekenntnisse seines Herzens eine Wonnefür ihn. Er sing an das Entzücken, die Berauschungeines Autors zu kosten. Und o welche Wollust liegt indieser ersten Liebe der Muse! in diesem geistigen Pro-zeß, durch welchen wir den lange gestaltlose» Traum-gebildcn, die uns vor der Seele herumgankeltcn, einegreifbare Gestalt verleihen; dem schönen Geist desIdeals in uns, de» wir in dem Gadara unseres stillenStudierzimmers mittels des einfache» Zanberstabs un-serer Feder beschwören!

Es war Vormittags früh, den Tag nachdem ermit der Familie Montaigne Bekanntschaft gemacht, alsMaltravcrs in seinem Lieblingszimmcr saß, dem ein-zigen , das er von den vielen Zimmern seiner ge-räumigen, einsamen Wohnung sich für seine Studienausgcwählt hatte. Er saß in einer Vertiefung amoffenen Fenster, das die Aussicht ans den Sec hatte;Bücher lagen zerstreut ans seinem Tisch herum, undMaltravcrs schrieb gemächlich seine Bemerkungen undUrtheilc über das, was er las, nieder, untermischt mitden Eindrücken, welche die Aussicht ans ihn machte.Das ist die angenehmste Art des Schreibens das