Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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mich hinsetze um zu schreiben." Ich glaube, dieß istein ziemlich seltener Fall, denn Leute, welche nichtschreiben/ denken so gut als Solche die schreiben; aberzusammenhängendes, strenges, richtig sich entwickelndesDenken im Unterschied von »»bestimmtem Sinnen undBrüten, muß sich immer ans irgend einen bestimmte» !Zweck oder Plan beziehen; und deswegen muß manentweder zur Klaffe der schreibenden oder der lebendig- ^thätigen Menschen gehören, wenn man die rogik seinesUrthciis- und Denkvermögens erproben, und die har-monischen und gemischten Farben seines Geistes inFluß bringen will. Maltravcrs fühlte dieß noch nicht, !aber er empfand schon ein geistiges Bedürfnis. SeineIdeen, seine Erinnerungen, seine Traume drängtensich in dichten, wirren Massen auf ihn herein; erwollte sie ordnen und klären, aber cs gelang ihmnicht. Er ward überwältigt von dem unorganisirte»Rcichthnm seiner eigenen Einbildungskraft und seinesGeistes. Oft, schon als Kind, hatte er sich einge- §bildet, .er scp dazu berufen, etwas in der Welt zu ileisten; aber er hatte nie mit festem Blick und Ange 1erwogen, was es scpn sollte, ob er ein Mann derBücher oder ein Mann der That werden sollte. Erhatte Gedichte geschrieben, wenn der Strom der Poesieunwiderstehlich ans dem Quell der inncrn Gcmüths-bcwcgnng hervorbrach, aber er sah mir kaltem undgleichgültigem Auge auf diese Ergüsse, wenn der Rauschdes Enthusiasmus vorüber war.

Maltravers war wenig gepeinigt vom Verlangen