Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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Die Gesellschaft am Strande sprach nicht; einfeuchter Glanz, der Ansdruck der Dankbarkeit, schwammin den Angen Thcrcsa's, als sic sich an die männlicheGestalt Montaignc's lehnte, für dc-n sic vielleicht wegender Ungleichheit ihres Alters eine nur um so tiefereund reinere Neigung hegte. Ein Mädchen, das ein-mal einen freilich nicht alten, sondern nur um einziemliches älteren'Mann liebt, liebt ihn mit einer soverehrenden, an ihm hinanfschancndcn Liebe. Maltra-vcrs stand etwas beiseite von dem Paare, an demRande des gekrümmten Ufers, mit gekreuzte» Armenund nachdenklicher Miene.Wie kommt cs nur," sagteer, selbst nicht wissend daß er halblaut sprach,daßdie gewöhnlichsten Geschöpfe von der Welt im Standesind, uns einen so überirdischen Genuß zu gewähren?Welch ein Contrast zwischen diesen Musikern und ihrerMusik! I» dieser Entfernung, wenn man ihre Ge-stalten nur so dämmernd sicht, könnte man beinahesich cinbilde» , die Schöpfer dieser holden Töne sehenans einem andern Stoffe gebildet als wir. Vielleichttont uns ebenso auch die Poesie der Vergangenheit insOhr um so tiefer und göttlicher, weil entferntervon dem Staub, aus welchem die Dichter bestanden.O Kunst, Kunst! wie verschönerst und adelst du unS was ist die Natur ohne dich?"

Sie sind ein Dichter, Signor," sagte eine sanfteklare Stimme neben dem mit sich selbst Redenden; undMaltravers staunte, als er fand, daß er ohne es zuwissen, an dem jungen Cäsarini einen Zuhörer gehabt.