Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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wie alle Stegreifdichtungen, von der Art, daß cs sichleicht im Gcdächtniß verwischte, und der schriftlichenAufzeichnung sich cnizog.

Als Frau von Montaigne in ihrem dichterischenVortrag inuc hielt, da folgten keine stürmischen Bci-fallsbezcuguugcn die, Italiener waren zu sehr er-griffen und durchdrungen von der Kunst, Maltravcrsvom Gefühl und von der Empfindung, als daß sic inplumpes Lob sich hatten ergießen mögen; und che dasentzückte Schweigen, die Wirkung des tiefen Eindrucks,gebrochen war, trat ein neuer Ankömmling, von denHainen, welche den Abhang hinter dem Hanse schloßcn,unter die Gesellschaft.

Ach, mein lieber Bruder," rief Frau von Mon-taigne, auffahrend und sich zärtlich an den Arm desFremden hängend,warum bist Du so lang im Waldeverweilt? Du, mit Deiner zarccn Gesundheit? Undwie geht cs Dir? wie blaß Du anssichst!"

Es ist blos der Wicdcrschcin des Mondlichts,Theresa," sagte der Ankömmling.Ich fühle michganz gut." Mit diesen Worten warf er einen schclcnBlick auf die lustige Gesellschaft, und wandte sich, alswollte er sich wegschlcichen.

Nein, nein!" flüsterte Theresa, Du mußt einenAugenblick bleiben, und Dich meinen Gästen verstellenlassen cs ist ein Engländer da, der Dir gefallender Dich intcrcssircn wird!"

Damit schlcptc sic ihn beinahe vorwärts und machteihn mit ihren Gästen bekannt. Signor Cäsarini er-

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