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die Signora Cäsarini, jetzt Madame de Montaigne!Ihre frühere Jugend hatte sie auf der Bühne verlebtund die Erwartungen von hoher Trefflichkeit als Sän-gerin, die sic erregte, waren äußerst glänzend. Abernack einer kurzen, obwohl ausgezeichneten Künstlerin-Laufbahn heirathcte sic einen Franzosen von guterGeburt und Vermögen, zog sich von der Bühne zurück,und brachte ihr Leben abwechselnd in den munternSalons von Paris und an den Ufern des tränmcri-schen Comer-Sccs zu, wo ihr Gemahl ein kleines,aber reizendes Landhaus gekauft hatte. Immer nochjedoch trieb sic für sich ihre entzückende Kunst, womitsie — denn sic war eine Fran von außerordentlichemTalent und Bildung — die Gabe der Improvisationverband. Sie war eben für den Sommer in dieseanmnthigc Zurückgezogenheit cingekchrt und eine Ge-sellschaft von enthusiastischen Jünglingen ans Mailandhatte sich auf den Eomcr-Scc begebe», um ihre An-kunft mit der paffenden Huldigung von Gesang undMusik zu begrüßen. Es ist ei» köstliches Ucbcrblcibscl,dieser Brauch, von den glänzenderen Tagen Italiens-und ich selbst habe auf den stillen Wassern desselbenSees einer ähnlichen Begrüßung eines noch größere»Genius zngehört — dargcbracht der königlichen, un-vergleichlichen Pasta, der Somiramis des Gesangs!Und während mein Boot still lag, und ich mich audem Enthusiasmus der Sercnadcn-Briuger labte, rührtemich der Schiffer an, deutete ans einen Punkt desSees, auf den die nntergehendc Sonne ihr rosigstes