Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
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die Signora Cäsarini, jetzt Madame de Montaigne!Ihre frühere Jugend hatte sie auf der Bühne verlebtund die Erwartungen von hoher Trefflichkeit als Sän-gerin, die sic erregte, waren äußerst glänzend. Abernack einer kurzen, obwohl ausgezeichneten Künstlerin-Laufbahn heirathcte sic einen Franzosen von guterGeburt und Vermögen, zog sich von der Bühne zurück,und brachte ihr Leben abwechselnd in den munternSalons von Paris und an den Ufern des tränmcri-schen Comer-Sccs zu, wo ihr Gemahl ein kleines,aber reizendes Landhaus gekauft hatte. Immer nochjedoch trieb sic für sich ihre entzückende Kunst, womitsie denn sic war eine Fran von außerordentlichemTalent und Bildung die Gabe der Improvisationverband. Sie war eben für den Sommer in dieseanmnthigc Zurückgezogenheit cingekchrt und eine Ge-sellschaft von enthusiastischen Jünglingen ans Mailandhatte sich auf den Eomcr-Scc begebe», um ihre An-kunft mit der paffenden Huldigung von Gesang undMusik zu begrüßen. Es ist ei» köstliches Ucbcrblcibscl,dieser Brauch, von den glänzenderen Tagen Italiens-und ich selbst habe auf den stillen Wassern desselbenSees einer ähnlichen Begrüßung eines noch größere»Genius zngehört dargcbracht der königlichen, un-vergleichlichen Pasta, der Somiramis des Gesangs!Und während mein Boot still lag, und ich mich audem Enthusiasmus der Sercnadcn-Briuger labte, rührtemich der Schiffer an, deutete ans einen Punkt desSees, auf den die nntergehendc Sonne ihr rosigstes