nach Ruhm empfindet, aber das Vermögen verlorenhat, ihn zu erringen; — der nach dem Ziele verlangt,aber der seine Pantoffeln nicht ablegcn will »nd nichtkann, inn darauf loS zu gebe». Was ich am meistenfür Dich fürchte, ist eines von de» beide» Uebcln —eine frühe Hcirath oder eine fatale Liaison mit einervcrhciratheten Frau. Das erste Nebel ist gcwist daskleinere, aber für Dich wäre es doch immer eingroßes. Bei Deiner romanhaftcn Empfindsamkeit, beiDeinem krankhaften Trachten nach dem Idealen würdehäusliches Glück Dir bald langweilig und fad werden.Du würdest neuer Aufregungen bedürfen und ein un-ruhiger und verdrießlicher Mensch werden. Es ist noth-wcndig für Dich, daß Du zuvor ganz des falschenLcbeusficbcrs los werdest, che Du Dich dauerndenBanden bequemst. Noch kennst Du Dein eigenes Ge-müt!) nicht; Du würdest Deine Lebensgefährtin wählennach einer träumerischen Laune, oder nach der Stim-mung eines Augenblicks, nicht aber gemäß einer tiefenund scharfen Schahung derjenigen Eigenschaften, j>iczu Deinem Charakter am beste» stimmen würden.Damit die Leute glücklich mit einander leben, müssensic gleichsam in einander passen — das Stolze mußsich mit dem Nachgiebigen, das Reizbare mit demSanften zusammenfindcu und so fort. Wir sprechenvon v.erwandtcn Geistern, aber vcrheirathctc Paaredürfen sich nicht allzu ähnlich scpn. Nein mein lieberMaltravcrs, denke »och für eine Weile nicht an'S Hci-rathen; und wenn Du in Gefahr dcßhalb schwebst,
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