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Viertes Kapitel.
geig' mir kein Mitleid, doch ein ernst GehörLeih dem. was ich dir zu enthüllen habe.
Hamlet.
Brief von Ernst Maltravcrs an EvelineCameron.
„Eveline!
Alles was Sie je gelesen von Treulosigkeit undWortbruch wird Ihnen mild erscheinen, verglichen mitdem Verfahren, welches Sie von meiner Seite zu er-dulden verdammt sind. Wir müssen »nS trennen, undfür immer. Wir haben einander zum letztenmal ge-sehen. Glauben Sie, daß ich unbeständig, falsch, herzlossey — daß eine Grille mich umgewandelt hat, wennSic wollen. Mein Entschluß ist unabänderlich. Wirsehen uns nie mehr — auch nicht als bloße Freunde.Ich. bitte Sic weder mir zu verzeihen, noch meiner zugedenken. Sehen Sie mich an als einen Menschen,unwcrth selbst der Erbitterung und des Zorns! Wäh-nen Sic nicht, ich schreibe dicß im Wahnsinn, imFieber oder in der Aufregung. Bcurthcilcn Sie michnicht nach meinem anscheinenden Unwohlscpn von heuteMorgen. Ich erfinde keine Entschuldigung, keine Mil-derungsgründe für meinen Wortbruch, für meine mein-eidigen Gelübde. Ruhig, kalt und mit Bedacht schreibeich; und so schreibend entsage ich Ihrer Liebe!