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Drittes Kapitel.
Elend, das jeden AugenblickIm Weiterrollen neue Kraft gewinnt,
Und mich zuletzt zermalmen muß.
Lillv. Die unglückliche Neugier.
Maltravcrs traf Evclincn allein; sie wandte sichgegen ihn mit ihrem gewöhnlichen holden Lächeln der Be-willkommnung; aber dieß Lächeln verschwand Plötzlich,als ihr Auge auf sein verändertes, heftig arbeitendesAntlitz fiel; kalte Tropfen standen auf der starrenMarmorstirne — die Lippen waren wie in körperlicherQual zusammcngczogcn — die Gcsichtsmuskcln warenschlaff — und in dem starren und fieberhaften Glanzdes Auges lag eine Wildheit, die sic entsetzte.
„Sie sind krank, Ernst — thcurcr Ernst — Siesind krank — Ihr Aussehen macht mein Herz frieren."
„Nein, Evcline," sagte Maltravcrs, sich erman-nend durch eine gewaltige Anstrengung, deren nurMänner fähig sind, die gelitten haben ohne einemitfühlende Seele — „nein — ich bin jetzt besser— ich bin krank — sehr krank gewesen — aber ich binbesser!"
„Krank! und ich wußte nichts davon!" sic suchteseine Hand zu fassen während sie sprach. Maltravcrsfuhr zurück.
„Sic ist Feuer! — sic brennt! — weg!" schrieer wie wahnsinnig. „Q Gott! schone — schone mich!"