Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
108
Einzelbild herunterladen
 

103

Diese Sprache ist muthwillig grausam es istteuflische Kränkung nicht so, Evcline? Bin ich nichtein Verworfener? Sind Sie nicht dankbar dafür, daßSic mir entronnen sind? Sehen Sic nicht auf dieVergangenheit zurück mit einem Schauder ob dem Ab-grund, an dem Sic standen?

Ich bin fertig mit diesem Gegenstand, ich wendemich zu einem andern. Wir sind geschieden, Evcline,und für immer. Wähnen Sic nicht ich wiederholecs, wähnen Sie nicht, cs walte hier ein Jrrthnmeine seltsame Bcthörnng meines Gcmnths cs seyirgend eine Möglichkeit, daß die Entscheidung wiedervernichtet werde. Beinahe leichter wäre cs, die Todtenwieder ans dem Grabe zu rufen, als uns wieder zu-sammen zu führen wie wir vereinigt waren und zuwerden hofften. Jetzt, nachdem Sic diese Ucbcrzen-gung gewonnen haben erkennen Sie, so bald SieSich von dem ersten Schlag dieser Erkcnntniß erholt,wie viel Nichtswürdigkeit auf Erden ist Lernen Sie,Sich der Zukunft zuwcndcn, und von ihr eine glück-lichere und passendere Verbindung erwarten, als diegewesen, die Sie mit mir geschlossen hätten. Sie sindnoch sehr jung in der Jugend sind unsere erstenEindrücke lebhaft, aber verschwinden bald Sic wer-den Sich in der Folgezeit selbst wundern über denWahn, mich geliebt zu haben. Ein anderes und schö-neres Bild wird das mcinige ersetzen. Das ist cs,was ich wünsche und vom Himmel erflehe. Sobaldich erfahre, daß Sie einen Andern lieben