Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
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einer Gestalt, an welche sich schauerliche Erinnerungenvon Leid nnd Weh knüpfte». Die Gestalt hatte sichauf einen Haufen Scheiterholz jenseits des Zauns ge-schwungen, und daher erschien sie beinah riesenhaft inihrem Wuchs. Sie starrte auf das Paar mit Augen,die von unnatürlicher Glut funkelten, und eine Stimme,deren Maltravcrs sich nur zu gut erinnerte, kreischtelaut:Lieben! lieben!Was! Du wieder lieben?Wo ist die Todtc? Ha, ha, Wo ist die Todte?"

Evclinc, entsetzt über diese Worte, blickte ans undhing sich in sprachloser Angst an MaltraverS. Er bliebwie eingewurzelt auf dem Platz stehen.

Unglücklicher Mann!" sagte er endlich mit begü-tigender Stimme,wie kommen Sic hicher? FliehenSie nicht, Sie sind bei Freunden!"

Freunden!" sagte der Wahnsinnige mit höhnischemLachen.Ich kenne dich, Ernst Maltravcrs, ich kennedich; aber Du bist cs nicht, der mich in Finstcrnißund Höllcnqual cingcsperrt hat, Seite an Seite mitdem spottenden Erzfeind. Freunde! ha, aber jetztsollen keine Freunde mich wieder fangen! Ich bin frei ich bin frei! Luft und Woge sind nicht freier!"und der Tolle lachte in schauerlicher Lustigkeit.Sieist schön schön," sagte er, plötzlich in seinem. Ge-lächter inne haltend und mit veränderter Stimme,aber nicht so schön wie die Todte. Treuloser, Der Dubist! und doch liebte sie Dich! Wehe Dir! WeheMaltravers, Dem Treulosen! Wehe Dir und Ge-wisscnsciual und Schande!"