„Fürchten Sie nichts, Evelinc, fürchten Sie nichts/flüsterte Maltravcrs sanft, und sich vor sie hinstellend,„halten Sie Ihren Math aufrecht — Nichts soll Ihnenzu Leide geschehen!"
Evelinc, obgleich sehr blaß und zitternd vom Kopfbis zu Fuß, behielt doch die Besinnung. Maltraversschritt auf den Wahnsinnigen zn. Aber nicht sobaldhatte das unstete Auge des Letztem diese Bewegungwahrgcnommcn, als er, mit der dieser Krankheit eigen-thiimlichen Furcht — mit der Furcht seine Freiheit zuverlieren — sich umwandte und mit einem lauten Schreiin den Wald floh. Maltravers sprang über den Zaunund verfolgte ihn eine Strecke weit, aber umsonst.Das dichte Gebüsch im Wald entzog jede Spur desFlüchtlings seinem Ange.
AthcmloS und erschöpft kehrte Maltravcrs zn derStelle zurück, wo er Evelinc» verlassen. Als er dortankam, sah er Theresa und ihren Gatten sich ihmnähern und Theresas munteres Lachen scholl klar undmusikalisch durch die frische Luft. Der Ton machte ihnerschrecken — er beeilte seine Schritte Evelincn zu.
„Sagen Sie von dem was wir gesehen der Ma-dame de Montaigne nichts, ich bitte Sic," sagte er;„Ich will Ihnen nachher erklären warum."
Evelinc, zu erschüttert, um sprechen zu können,nickte ihre Zustimmung. Sic näherten sich der Familiede Montaigne und Maltravcrs nahm den Franzosenbeiseite.