Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

61

ausgedrückt, das in ihm aufgckcimt war um, wiecr damals glaubte, die letzte Seligkeit oder das krö-nende Elend seines Lebens zn begriindcn! In diesemAugenblick war cs eine Art von Instinkt, der ihmsagte, sic sehen allein; denn Wer hat nicht empfandenin jenen wenigen nnd denkwürdigen Stunden des Le-bens, wo die lang unterdrückte Liebe die Quelle übcr-fluthet und den ganzen Körper nnd den ganzen Geistzu durchdringcn scheint daß dann ein Zauber umund in uns ist, der eine schärfere Ahnungskraft hatals der Geist selbst? Allein in solcher Stunde mit demGeliebten scheint uns die ganze äußere Welt zu ver-schwinden und unser Fuß den Boden des Fccnlan-dcs betreten, unsere Lippen seine Lüfte getrunken zuhaben.

Sic waren allein. Und warum zitterte Evelinc?

Warum fühlte sic, daß eine-Krisis des Dasepns inder Nähe war?

Miß Camcron Evelinc," sagte Maltravers,nachdem sie einige Augenblicke schweigend fortgcwan-dclt warenhören Sie mich und lassen SicIhre Vernunft ebenso wie Ihr Herz die Antwort geben.

Von dem ersten Augenblick an, wo wir uns begeg-neten, wurden Sic mir thcucr.- Ja, schon als Kindweissagten Ihre Holdseligkeit und Ihre Gcistcsstärkeso richtig, was Sie in reiferen Jahren werden würden

schon damals ließen Sie in meinem Gcdächtniß einenentzückenden, gcheimnißvollcn Schatten zurück einentreuen Propheten von dem Licht, das jetzt Ihr Bild