Druckschrift 
5 (1838)
Entstehung
Seite
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den erstaunten Bauern, und sich für einen Reisendenansgebend, der in der Nacht im Walde den Wegverloren, bat er sic um Wasser und Essen. Obgleichseine Kleider zerrissen waren, waren sie doch neu undgut gemacht; seine Stimme war sanft; seine ganzeErscheinung und Sprache vcrricthcn den Mann voneinigem Stand und der französische Bauer ist eingastfreundlicher Gesell. Cäsarini erfrischte sich ein paarStunden in dem Pächtcrhans und ruhte ans; danntrat er seine Wanderung wieder an; er bot kein Geldan denn die Gesetze der Freistätte verboten seinenBewohnern Geld zu nehmen; er hatte keines beisich, aber sie erwartete» auch keines von ihm; und sicsagten ihm so freundlich Lebewohl, als wenn er ihrenScgcnsspruch erkauft hätte. Dann fing er an zu über-legen, wo er eine Zuflucht suchen und wie er für sichsorgen wolle; das Gefühl der Freiheit schärfte seinenVerstand und gab ihm für einige Zeit dessen Ge-brauch wieder. Zum Glück hatte er, außer einigenRingen von unbedeutendem Werth, eine Uhr von nichtunbeträchtlichem Werth bei sich, deren Verkauf ihmeinige Wochen in einem bescheidenen und verborgenenAufenthaltsort, dergleichen er auch allein aufsuchcndurfte, seinen Unterhalt sicherte vielleicht sogar aufeinige Monate. Dieser Gedanke machte ihn heiterund stolz: er wandcrtc rüstig weiter, die Landstraßevermeidend der Tag war hell die Sonne glän-zend die Luft voll gesunder Frische. Oh! welchesanfte Wonne schwellte das Herz des Wanderers als