53
er fich nmsah! Der Dichter und der Freie regten sichzugleich freudig in seinem zerstörten Herzen. Er standstill, um die Beere an den eisigen Bäumen zu betrach-ten — um den scharfen Tönen der Amsel zu lauschen— und einmal — als er unter einer Hecke eine kalte,geruchlose Gruppe verkümmerter Veilchen fand — lachteer laut ans vor Freude. In diesem Gelächter warkein Wahnsinn — keine Gefahr; aber als er, seinenWeg sortsetzcnd/ durch einen kleinen Flecken kam unddie Kinder ans dem Plan spielen sah, und ans deroffenen Thur einer Hütte den Ton ländlicher Musikvernahm — da blieb er plötzlich stehen — die Ver-gangenheit drang auf ihn ein — er wurde sich be-wußt, was er gewesen — was er jetzt war! —eine grauenvolle Erinnerung! eine furchtbare Offen-barung! Und sich das Angesicht mit beiden Händen be-deckend, weinte er laut. Zn diesen Thräncn lag dieGefahr und die Eigcnthiimlichkeit des Wahnsinns. Eserwachte aus ihnen der Gedanke an seine Jugend ---an seine Hoffnungen — an Florcnce — an Rache! —Lumich Lord Vargravc! besser war cs von dieserStunde an für dich, dem Tiger Ln seinem Lager zubegegnen, als dich allein zu finden mit diesem Un-glücklichen.
Bulwer's Romane. I-XXII.
5