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Maltravcrs bestärkte sich jetzt in dem früher ge-faßten Vorsatz — er wollte vorsichtig Evelincn undsich selbst prüfen — er wolle in der Wagschale jedenStrohhalm, den der Wind umkehrtc, abwägen — erwolle nicht nach dem Schatz streben, wenn er nicht sichversichert halten konnte , daß der Behälter den Edelsteinbergen und bewahren konnte. Das war nicht nur einkluger — cs war auch ein gerechter und großmüthigerVorsatz. Es war einer, den wir Alle fassen sollten,wenn die Glut unserer Leidenschaft cs uns gestattenwill.— Wir haben nicht das Recht: Augenblicken Jahrezu opfern — und die unschätzbare Perle in einemeinzigen Trunk zerschmelzen zu lassen! Aber kann Mal-travers seiner klugen Vorsicht treu bleiben? — dieWahrheit muß ausgesprochen werden — es war viel-leicht das erste Mal in seinem Leben, daß Maltravcrswirklich in Liebe war.
Wie der Leser sich noch erinnern wird, war ernicht verliebt gewesen in die stolze Florcnce; Bewun-derung, Dankbarkeit — die Neigung des Kopfs, nichtdie des Gemüths — waren die Bande gewesen, dieihn an die enthusiastische Bricfschrciberin ketteten —die sich ihm als die rcichbcgabte Schönheit offenbarte— und die traurigen Umstände ihres frühen Todeshatten tiefe Furchen in seinem Gcdächtniß zurückgc-lasscn. Zeit und Wechsel hatten die Wunden verwischtund das Licht der Schönheit dämmerte ihm wieder aufim Angesicht Evelincns. Valerie von St. Vcntadourwar nur die launenhafte Phantasie eines unstät schwär-